Klinikum Mutterhaus Trier warnt vor Sparpolitik
Freigemeinnütziger Maximalversorger fordert mehr politische Unterstützung
Das Klinikum Mutterhaus der Borromäerinnen Trier hat zum Tag der Arbeit eindringlich vor den Folgen gesundheitspolitischer Sparmaßnahmen gewarnt. Wie die Einrichtung mitteilt, sichere das Haus mit rund 3.000 Beschäftigten die Versorgung der Region ohne kommunale Zuschüsse. Gleichzeitig fordert die Klinikleitung angesichts geplanter Reformen mehr politische Unterstützung für Krankenhäuser.
Geschäftsführer Dr. med. Christian Sprenger betont die tragende Rolle des Hauses für die Region. Da die Stadt Trier gesetzlich zur Sicherstellung der Versorgung verpflichtet ist, leiste das Mutterhaus eine massive Entlastung für den städtischen Haushalt. Ohne die gewachsenen Strukturen des Klinikums müsste die öffentliche Hand enorme finanzielle Mittel aufwenden, um die entstehenden Versorgungslücken zu schließen.
Sprenger verbindet den Dank an die Belegschaft mit einer deutlichen Warnung vor dem für Mittwoch angekündigten Sparpaket des Bundeskabinetts:
„Gesundheit ist keine Ware und darf nicht zum Spielball von Spar- oder Renditeinteressen werden“
Das Klinikum Mutterhaus grenzt sich deutlich von privaten Konzernen ab, die sich zunehmend auf „lukrative Nischen“ konzentrierten. In der 180-jährigen Tradition der Borromäerinnen stehe die interdisziplinäre und sektorenübergreifende Versorgung aller Bürger im Vordergrund – unabhängig von wirtschaftlichen Erwägungen. In Fachbereichen wie der Orthopädie und Unfallchirurgie zähle die ganzheitliche Heilung statt einer isolierten Gewinnmaximierung. Sprenger warnt davor, die Gesundheitslandschaft aufzuspalten: Wer sich lediglich „die Rosinen herauspicke“, werde dem öffentlichen Auftrag nicht gerecht.





