Kliniken Ostallgäu-Kaufbeuren verlängert Managementvertrag mit Sana

Alle drei Klinikstandorte bleiben erhalten – Sana soll neues Konzept zum Defizitabbau vorlegen

Die Kliniken Ostallgäu-Kaufbeuren setzen ihre Zusammenarbeit mit der Sana Kliniken AG fort. Der Verwaltungsrat hat einstimmig einem neuen Managementvertrag zugestimmt, der ab März 2027 zunächst fünf Jahre laufen und um weitere fünf Jahre verlängert werden kann. Das teilte der Landkreis Ostallgäu am 9. Oktober 2026 mit.

Wesentlicher Bestandteil der Vereinbarung ist ein umfassendes Strategiekonzept zur wirtschaftlichen Stabilisierung des Klinikverbunds. Sana soll innerhalb der ersten Vertragsmonate konkrete Maßnahmen zur Ergebnisverbesserung vorlegen. Dazu gehören die Weiterentwicklung des medizinischen Leistungsangebots, die Optimierung administrativer Prozesse und der Abbau bestehender Defizite.

Vertraglich vorgesehen sind der Erhalt der drei Standorte Kaufbeuren, Füssen und Buchloe sowie die Fortführung in öffentlicher Trägerschaft. Eine Privatisierung ist damit nicht Bestandteil der Vereinbarung. Auch personell setzt der Verwaltungsrat auf Kontinuität: Andreas Kutschker, der seit Januar 2022 als Alleinvorstand für den Klinikverbund verantwortlich ist, soll diese Funktion weiterhin ausüben.

Die wirtschaftliche Lage bleibt angespannt. Im Kreishaushalt 2026 wurde für den Klinikverbund ein Jahresfehlbetrag von 7,1 Millionen Euro eingeplant. Davon soll der Landkreis Ostallgäu rund 3,6 Millionen Euro tragen.