Führungswechsel am UKL: Jörg-Uwe Braun übernimmt Bereich Materialwirtschaft

Fokus auf Prozessoptimierung, Robotik und Nachhaltigkeit – Logistik-Experte wechselt vom Universitätsklinikum Frankfurt nach Leipzig

Portrait Jörg-Uwe Braun

Seit Jahresanfang leitet Jörg-Uwe Braun den Bereich Materialwirtschaft und Dienstleistungen am UKL.
Foto: Universitätsklinikum Leipzig

Das Universitätsklinikum Leipzig (UKL) stellt die Weichen in der Versorgungsinfrastruktur neu. Seit dem 1. Januar 2026 leitet Jörg-Uwe Braun den Bereich „Materialwirtschaft und Dienstleistungen“. Der 55-jährige Logistikexperte und Volkswirt tritt damit die Nachfolge von Birgit Schultz an, die den Bereich über 25 Jahre lang aufgebaut und geprägt hat. Braun wechselt von der Universitätsmedizin Frankfurt am Main, wo er zuletzt in gleicher Funktion die Logistik durch die herausfordernde Phase der Pandemie steuerte.

Jörg-Uwe Braun bringt eine umfassende Expertise in der Organisationsentwicklung und Digitalisierung mit. Vor seiner Zeit in Frankfurt war er unter anderem am Städtischen Klinikum Dessau sowie in der Götz-Management-Holding tätig. Für seine neue Aufgabe am UKL hat Braun klare Schwerpunkte gesetzt: Neben der klassischen Beschaffung und Distribution stehen die Implementierung von Robotik, die Ortung von Geräten sowie die weitere Digitalisierung der Prozessketten auf der Agenda. Zudem betont der neue Bereichsleiter die Rolle der Logistik als wesentlichen Baustein für die wirtschaftliche Stabilität des Klinikums.

Der Wechsel in der Leitung der Materialwirtschaft am UKL unterstreicht die wachsende Bedeutung der Logistik für das moderne Klinikmanagement. In Zeiten steigenden Kostendrucks und Fachkräftemangels in der Pflege ist eine hocheffiziente, idealerweise automatisierte Logistik (z.B. durch Robotik und Real-Time-Locating-Systems) kein „Hintergrundrauschen“ mehr, sondern ein zentraler Hebel zur Entlastung des klinischen Personals. Dass mit Jörg-Uwe Braun ein ausgewiesener Experte für Prozessoptimierung und Digitalisierung gewonnen wurde, zeigt den strategischen Willen, die Materialwirtschaft von einer reinen Versorgungsfunktion zu einem proaktiven Wertschöpfungspartner zu entwickeln. Für die Wirtschaftlichkeit eines Maximalversorgers ist die Beherrschung dieser „eigenen kleinen Welt“, wie Braun sie nennt – von der Beschaffungsstrategie bis zur Entsorgungslogistik – heute ein entscheidender Wettbewerbsfaktor.