Franziskus-Stiftung Münster übernimmt Mehrheit an Düsseldorfer Kliniken

Symbolische Staffelstabübergabe in Düsseldorf – Stärkung der Gesundheitsversorgung und christlicher Wertebasis

Mit einer feierlichen Zeremonie im Düsseldorfer Maxhaus ist die Integration des Verbunds Katholischer Kliniken Düsseldorf gGmbH (VKKD) in die St. Franziskus-Stiftung Münster offiziell gewürdigt worden. Die Stiftung hatte bereits im Juli 2025 die Mehrheitsanteile vom Erzbistum Köln übernommen, das sich aus der Trägerschaft zurückgezogen hat. Neben der neuen Mehrheitseigentümerin bleibt die Katholische Stiftung Marien Hospital zu Düsseldorf Minderheitsgesellschafterin.

„Damit beginnt ein neues Kapitel – basierend auf einer gemeinsamen franziskanischen Herkunft, getragen von bewährter Kontinuität, gestärkt durch neue Perspektiven“, erklärte Dr. Ludger Hellenthal, Kuratoriumsvorsitzender der Franziskus-Stiftung, einleitend. Hellenthal dankte zugleich dem Erzbistum Köln für die vertrauensvolle Übergabe und betonte die kulturelle Nähe der beteiligten Partner: „Wie schon im gesamten Prozess von Beginn an deutlich wurde, besteht – abgeleitet aus der gemeinsamen franziskanischen DNA – eine hohe Überschneidung in der Unternehmenskultur aller Beteiligten.“

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) sowie das Bistum Münster hatten den Übergang maßgeblich unterstützt. Die Partnerschaft verbindet nach Angaben der Stiftung medizinische Kompetenz, regionale Verankerung und überregionale Erfahrung. „In der neuen Partnerschaft kommen regionale Stärke und überregionale Erfahrung zusammen – das Beste aus zwei Welten“, betonte der Vorstandsvorsitzende Dr. Nils Brüggemann. Mit künftig über 19.000 Mitarbeitenden und mehr als 720.000 Patientinnen und Patienten pro Jahr entstehe ein starkes, zukunftsorientiertes Netzwerk.

Auch die Mauritzer Franziskanerinnen, die seit Jahrzehnten eng mit dem Marien Hospital Düsseldorf verbunden sind, sehen in der Integration eine Bestätigung ihres Auftrags. Provinzoberin Schwester Diethilde Bövingloh sagte: „Insbesondere wünschen wir Ordensschwestern uns, dass allen Menschen nicht nur fachlich kompetent, sondern auch mit Liebe und Achtung, mit Geduld und Freundlichkeit zum Guten gedient wird.“

Die 1864 gegründete Katholische Stiftung Marien Hospital zu Düsseldorf begrüßt als Minderheitsgesellschafterin die Partnerschaft. „Die Perspektiven der Franziskus Stiftung als überregionaler Träger und des in Düsseldorf tief verwurzelten VKKD mit seinen ausgeprägten medizinischen Schwerpunkten sind eine ideale Ergänzung, die einen weiteren langfristigen, gemeinsamen Ausbau der regionalen Gesundheitsversorgung zum Wohle der Patientinnen und Patienten sichert“, erklärte Michael Begeré, VKKD-Aufsichtsratsvorsitzender und Vorstandsmitglied der Katholischen Stiftung.