DRV Bund bündelt Reha-Standorte und plant Klinikneubau in Bad Nauheim

220-Betten-Neubau soll onkologische und psychosomatische Rehabilitation in Hessen stärken

Mit einer langfristig angelegten Investitionsentscheidung stärkt die Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund) die medizinische Rehabilitation in Hessen. Durch die Bündelung der Reha-Zentren Bad Homburg und Bad Nauheim und den geplanten Neubau einer modernen Klinik setzt die DRV Bund auf Spezialisierung, Strukturkonzentration und Zukunftssicherheit.

Der Vorstand der Deutschen Rentenversicherung Bund hat in seiner Sitzung den Beschluss zur Zusammenlegung der Reha-Zentren Bad Homburg und Bad Nauheim gefasst. Künftig soll das medizinische Leistungsangebot auf die Indikationen Onkologie und Psychosomatik fokussiert werden. Zentrales Element der Neuausrichtung ist der Neubau einer hochmodernen Rehabilitationsklinik mit 220 Betten am Standort Bad Nauheim.

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Mit der geplanten Investition verfolgt die DRV Bund das Ziel, die bedarfsgerechte und qualitativ hochwertige medizinische Rehabilitation in Hessen langfristig sicherzustellen. Vorstandsvorsitzender Jens Dirk Wohlfeil betont: „Mit der Planung dieser Investition streben wir eine Infrastruktur nach modernsten Standards an, die höchste medizinische Qualität für unsere Rehabilitandinnen und Rehabilitanden sicherstellt.“ Zugleich sei der Neubau ein klares Bekenntnis zur dauerhaften Präsenz in der Region, wobei der soziale Verantwortung gegenüber den Mitarbeitenden eine hohe Priorität eingeräumt werde.

Der Standort Bad Nauheim wurde nach einer umfassenden Bewertung ausgewählt. Maßgebliche Kriterien waren unter anderem Barrierefreiheit, gute verkehrliche Erreichbarkeit sowie eine geeignete Infrastruktur für Beschäftigte. Die Planungs- und Bauphase des neuen Klinikums ist für den Zeitraum 2026 bis 2033 vorgesehen. Bis zur Inbetriebnahme des Neubaus bleibt der Reha-Betrieb in Bad Homburg bestehen, um eine unterbrechungsfreie Versorgung sicherzustellen.

Der anstehende Strukturwandel wird durch ein systematisches Change-Management begleitet. Ziel ist es, die vorhandene fachliche Expertise der Beschäftigten zu sichern und dauerhaft in die neue Klinikstruktur zu integrieren.

Fokus auf spezialisierte Rehabilitation und „Duale Reha“

Das bisherige Leistungsspektrum am Standort Bad Homburg umfasst unter anderem die hämatologische und gynäkologische Onkologie sowie die Behandlung psychischer und psychosomatischer Erkrankungen. Ein besonderes Profilmerkmal stellt das Konzept der „Dualen Reha“ dar, das onkologische und psychosomatische Therapieansätze eng miteinander verzahnt.

Dieses integrative Versorgungskonzept soll künftig am Standort Bad Nauheim weiterentwickelt und in der neuen Klinik als führendes Kompetenzzentrum für spezialisierte Rehabilitation in Hessen etabliert werden. Ziel ist eine ganzheitliche Behandlung, die Rehabilitandinnen und Rehabilitanden nachhaltig bei der Rückkehr in Alltag und Erwerbsleben unterstützt.

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