Krankenhauslandschaft Hessen 2024: Neue Daten zur personellen Ausstattung und Kostenstruktur
Das Hessische Statistische Landesamt hat den aktuellen Bericht über die Krankenhäuser sowie Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen in Hessen vorgelegt
Die Totalerhebung zum Stand 31.12.2024 liefert detaillierte Einblicke in die sachliche und personelle Ausstattung sowie die Diagnosestatistik und die wirtschaftliche Situation der hessischen Kliniken. Besonders im Fokus stehen dabei die Kostenentwicklung und die Verteilung der Vollkräfte im nichtärztlichen Dienst.
Die jährliche Krankenhausstatistik basiert auf einem dreiteiligen Erhebungsprogramm, das Grunddaten (Teil I), Diagnosen (Teil II) und einen detaillierten Kostennachweis (Teil III) umfasst. Während für Krankenhäuser eine umfassende Auskunftspflicht für alle Bereiche besteht, werden bei Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen mit weniger als 100 Betten lediglich die Grunddaten erhoben. Der Bericht 2024 verdeutlicht die hohe Relevanz der vollstationären Fallzahlen: Die Diagnosestatistik erfasst alle entlassenen oder verstorbenen Patienten inklusive Informationen zu Operationen und der Fachabteilung mit der längsten Verweildauer.
Ein zentraler Aspekt des Berichts ist die Auswertung des nichtärztlichen Personals, berechnet in Vollkräften im Jahresdurchschnitt. Erfasst werden ausschließlich Vollkräfte mit direktem Beschäftigungsverhältnis, unterteilt nach Funktionsbereichen (Pflege, Verwaltung, medizinisch-technischer Dienst). Im Bereich der Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen wird zudem detailliert zwischen den ärztlichen Gebiets- und Schwerpunktbezeichnungen sowie der funktionellen Stellung (Chefärzte, Oberärzte, Assistenzärzte) differenziert.
Der Kostennachweis (Teil III) bildet die wirtschaftliche Belastung der hessischen Krankenhäuser ab. Im Vergleich zum Vorjahr werden sowohl die Gesamtkosten als auch die Durchschnittskosten pro Fall analysiert. Der Bericht weist die prozentuale Veränderung zum Vorjahr aus, was vor dem Hintergrund steigender Energie- und Materialkosten sowie tariflicher Lohnsteigerungen eine wichtige Benchmarking-Grundlage für das Klinikmanagement darstellt. Die Statistik setzt die Bettenkapazitäten in Bezug zu den erbrachten Pflegetagen und der Patientenbewegung (Zu- und Abgänge), um die Effizienz der verschiedenen Fachabteilungen zu bewerten.






