Darmkrebszentrum am Wilhelm-Anton-Hospital Goch erhält DKG-Zertifizierung
Katholisches Karl-Leisner-Klinikum stärkt onkologische Versorgung im Kreis Kleve mit spezialisiertem Zentrum
Das Darmkrebszentrum am Wilhelm-Anton-Hospital Goch ist erstmals von der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) zertifiziert worden. Damit erfüllt die Einrichtung die hohen Qualitätsanforderungen der DKG und bietet Patientinnen und Patienten mit Darmkrebserkrankungen eine strukturierte, interdisziplinäre Versorgung nach anerkannten Standards. Das Zentrum ist nach Angaben des Katholischen Karl-Leisner-Klinikums die einzige DKG-zertifizierte Einrichtung dieser Art im Kreis Kleve.
Mit der Zertifizierung wird die medizinische Expertise des Zentrums bestätigt. Die Behandlung erfolgt durch ein interdisziplinäres Team aus verschiedenen Fachrichtungen, darunter Viszeralchirurgie, Gastroenterologie, Onkologie, Radiologie, Strahlentherapie und Pathologie. Ergänzt wird das Angebot durch onkologische Fachpflege, Sozialarbeit und psychoonkologische Betreuung.
Ein zentraler Bestandteil eines zertifizierten Darmkrebszentrums ist die enge Zusammenarbeit verschiedener medizinischer Disziplinen. In regelmäßigen Tumorkonferenzen beraten Spezialistinnen und Spezialisten gemeinsam über die individuelle Therapieplanung jedes Patienten. Dadurch können sämtliche Behandlungsschritte – von der Diagnostik über operative Eingriffe bis hin zu ergänzenden Therapien und der strukturierten Nachsorge – abgestimmt erfolgen.
„Indem wir die modernen Möglichkeiten der Früherkennung nahtlos mit maßgeschneiderten, interdisziplinären Therapiemethoden verknüpfen, bringen wir diese gesteigerte Behandlungsqualität direkt zu den Menschen in der Region“, erklärt Dr. Frank P. Müller, Leiter des Darmkrebszentrums und Chefarzt der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie am Katholischen Karl-Leisner-Klinikum.
Das Darmkrebszentrum behandelt jährlich rund 350 Patientinnen und Patienten. Mehr als 100 Darmkrebsoperationen werden pro Jahr durchgeführt. Die Behandlungserfahrung und die kontinuierliche Weiterentwicklung der Versorgungsprozesse sind wichtige Voraussetzungen für die Zertifizierung durch die Deutsche Krebsgesellschaft. Ein Schwerpunkt liegt auf der operativen Tumortherapie. Ziel sei es, Tumore vollständig und sicher zu entfernen und gleichzeitig moderne, möglichst schonende Operationsverfahren einzusetzen. „Unser oberstes Ziel im OP besteht immer darin, den Krebs vollständig und sicher zu entfernen. Gleichzeitig setzen wir auf modernste, schonende Verfahren und standardisierte Abläufe, um funktionelle Einschränkungen für unsere Patienten nach dem Eingriff so gering wie möglich zu halten“, betont Dr. Müller.
Besonderes Versorgungsangebot für den Kreis Kleve
Die Zertifizierung hat für die Region eine besondere Bedeutung. Der Kreis Kleve weist nach Angaben des Klinikums seit Jahren eine vergleichsweise hohe Zahl an Darmkrebserkrankungen auf. Mit dem zertifizierten Darmkrebszentrum steht nun eine spezialisierte Behandlung direkt vor Ort zur Verfügung. Die Einrichtung bündelt verschiedene medizinische Angebote am Standort Goch. Dazu gehören neben dem Wilhelm-Anton-Hospital auch die angrenzende Strahlenklinik, die Nuklearmedizin, die onkologische Klinik sowie zwei onkologische Kassenarztsitze.
„Diese Konzentration von Fachabteilungen ist für eine ländliche Region einmalig und findet sich so in Deutschland kein zweites Mal“, erklärt Dr. Frank P. Müller.
Die nächste vergleichbare Einrichtung befindet sich nach Angaben des Klinikums am Universitätsklinikum Düsseldorf.




