Christliches Klinikum Paderborn als Cardiac Arrest Center zertifiziert

Neue Zertifizierung bestätigt spezialisierte Versorgung nach Herz-Kreislauf-Stillstand und hohe Überlebensraten

Das Christliches Klinikum Paderborn ist erstmals als sogenanntes „Cardiac Arrest Center“ (CAC) zertifiziert worden. Mit der Auszeichnung gehört das Krankenhaus zu den spezialisierten Einrichtungen in Deutschland, die auf die Versorgung von Patientinnen und Patienten nach einem Herz-Kreislauf-Stillstand ausgerichtet sind. Die Zertifizierung bestätigt nach Angaben des Klinikums strukturierte Behandlungsabläufe, interdisziplinäre Zusammenarbeit sowie definierte Qualitätsstandards in der Notfallversorgung.

Cardiac Arrest Center gelten als spezialisierte Zentren für die Behandlung von Menschen nach erfolgreicher Wiederbelebung. Ziel ist eine möglichst schnelle, koordinierte und leitliniengerechte Versorgung, da insbesondere in den ersten Minuten und Stunden nach einem Herzstillstand entscheidende Weichen für Überleben und neurologische Folgen gestellt werden.

„Die Zertifizierung bestätigt die hohe Qualität und die enge Zusammenarbeit unserer Teams“, erklärt Thorsten Dahm, der gemeinsam mit Kai Klössing die Klinik für Notfallmedizin leitet.

An der Zertifizierung waren mehrere Fachbereiche beteiligt. Dazu zählen neben der Notfallmedizin die Kardiologie, die Anästhesiologie mit operativer Intensivmedizin und Schmerztherapie, die Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie, die diagnostische und interventionelle Radiologie sowie die Neurologie mit Schlaganfallzentrum. Vergeben wird das Zertifikat nach Prüfung definierter Qualitäts- und Prozessstandards durch den Deutscher Rat für Wiederbelebung.

Ein Schwerpunkt des Zertifizierungskonzepts liegt auf der kontinuierlichen Qualitätssicherung. Nach Angaben des Klinikums werden Behandlungsergebnisse systematisch erfasst und ausgewertet. Dafür ist das Christliche Klinikum Paderborn an das Deutsches Reanimationsregister angeschlossen. Die dort anonymisierten Daten ermöglichen einen Vergleich mit anderen Einrichtungen und dienen der Weiterentwicklung medizinischer Standards.

Nach Angaben des Klinikums lag die Überlebensrate von Patientinnen und Patienten nach außerklinischem Herzstillstand im vergangenen Jahr bei 40,7 Prozent. Der bundesweite Durchschnitt liege aktuell bei rund 29 Prozent. Diese Zahlen unterstreichen aus Sicht des Hauses die hohe Spezialisierung und Leistungsfähigkeit der Versorgung.

„Häufig ist ein Herzinfarkt die Ursache für einen Kreislaufstillstand“, erläutert Andreas Schärtl. Entscheidend sei in diesen Fällen die schnelle Wiedereröffnung verschlossener Herzkranzgefäße. Das Klinikum halte hierfür rund um die Uhr Herzkatheterdiagnostik und interventionelle Behandlungsmöglichkeiten vor.

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