Charité strukturiert Unternehmenskommunikation neu

Zwei Geschäftsbereiche sollen Marke stärken und politische Kommunikation ausbauen

Die Charité – Universitätsmedizin Berlin hat ihre Unternehmenskommunikation grundlegend neu organisiert. Zum 1. Mai 2026 wurde der bisherige Geschäftsbereich in zwei eigenständige, eng verzahnte Einheiten überführt: „Brand & Corporate Identity“ sowie „Medien & Politik“. Dies teilte die Charité im Rahmen einer Neuausrichtung ihrer Kommunikationsstrategie mit.

Hintergrund der Entscheidung sind veränderte Anforderungen an Kommunikation im Gesundheitswesen. Digitalisierung, soziale Medien und eine zunehmend fragmentierte Medienlandschaft führen zu einem steigenden Bedarf an schneller, transparenter und zielgruppenspezifischer Kommunikation. Gleichzeitig wächst die Bedeutung von Glaubwürdigkeit und Sichtbarkeit im Wettbewerb um Patientinnen und Patienten, Fachkräfte sowie finanzielle Ressourcen.

Der Vorstandsvorsitzende Heyo K. Kroemer begründet den Schritt mit der strategischen Weiterentwicklung der Marke: „Wir haben uns daher intensiv mit diesem Thema befasst und gemeinsam entschieden, dass es an der Zeit ist, die starke Marke Charité in die Zukunft zu führen und ihr Bild in der Öffentlichkeit weiterzuentwickeln.“

Die Charité stellt ihre Unternehmenskommunikation zum 1. Mai 2026 neu auf und teilt sie in die Bereiche Brand & Corporate Identity sowie Medien & Politik.Fotos: Manuela Zingl / © Jana Legler; Markus Heggen / © Charité; Maria Streltsova

Die Charité stellt ihre Unternehmenskommunikation zum 1. Mai 2026 neu auf und teilt sie in die Bereiche Brand & Corporate Identity sowie Medien & Politik.
Fotos: Manuela Zingl / © Jana Legler; Markus Heggen / © Charité; Maria Streltsova

Der neue Geschäftsbereich „Brand & Corporate Identity“ bündelt zentrale Funktionen wie Markenführung, interne Kommunikation, Online-Kommunikation, Eventmanagement und Alumni-Arbeit. Ziel ist es, den Markenkern der Charité konsistent nach innen und außen zu vermitteln und die Identität der Organisation zu stärken.

Die Leitung übernimmt Manuela Zingl, die seit vielen Jahren in verschiedenen Führungsfunktionen für die Charité tätig ist. Sie betont die Herausforderung, eine einheitliche Markenkommunikation in einer Organisation mit mehr als 100 Kliniken und Instituten sowie über 25.000 Mitarbeitenden sicherzustellen. Gleichzeitig soll die Marke künftig stärker für Innovation, Digitalisierung und medizinischen Fortschritt stehen.

Der zweite Geschäftsbereich „Medien & Politik“ integriert Presse- und Medienarbeit, Social Media, politische Kommunikation sowie Wissenschaftskommunikation. Ziel ist eine engere Verzahnung von Themenentwicklung, öffentlicher Positionierung und gesundheitspolitischer Kommunikation.

Die Leitung übernimmt Markus Heggen, der zugleich Unternehmenssprecher bleibt. Er sieht die Universitätsmedizin im Spannungsfeld von Forschung, Versorgung und Politik und betont die Notwendigkeit, komplexe Zusammenhänge verständlich und adressatengerecht zu vermitteln. Gleichzeitig soll die Charité ihre Rolle in gesundheitspolitischen Debatten stärker einbringen.

Heggen verfügt über langjährige Erfahrung im Journalismus und ist seit 2020 für die Charité tätig. Zuletzt leitete er den Newsroom und führte den bisherigen Kommunikationsbereich kommissarisch.

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