VIDAL-Arzneimitteldatenbank geht in Oracle i.s.h.med live
Universitätsklinikum Würzburg startet Integration in zwei Pilotabteilungen – klinische Arzneimitteldaten stehen direkt im Krankenhausinformationssystem bereit
Die VIDAL Group hat ihre Arzneimittelwissensdatenbank in Oracle Health i.s.h.med integriert. Einen ersten Produktivstart meldet das Unternehmen am Universitätsklinikum Würzburg, wo die Lösung zunächst in der Augenheilkunde sowie der Kinder- und Jugendpsychiatrie eingesetzt wird. Die Integration soll insbesondere Verordnungsprozesse, Dosierungsberechnungen und die Suche nach Arzneimittelalternativen unterstützen.
Die VIDAL Group erweitert die Arzneimittelinformation innerhalb von Oracle Health i.s.h.med. Durch die technische Anbindung können klinische Arzneimitteldaten von VIDAL unmittelbar innerhalb der Krankenhausumgebung bereitgestellt werden. Damit sollen medizinische Fachkräfte bei der Arzneimittelverordnung unterstützt werden, ohne für entsprechende Informationen zwischen unterschiedlichen Anwendungen wechseln zu müssen.
Nach Angaben von VIDAL ermöglicht die Integration unter anderem eine zuverlässigere Berechnung kumulativer Dosierungen. Zudem soll die Suche nach Arzneimittelalternativen einschließlich einer automatischen Berechnung von Dosisäquivalenzen erleichtert werden. Ein Schwerpunkt liegt auf einer möglichst eindeutigen Darstellung von Arzneimitteln innerhalb des klinischen Verordnungsprozesses. Die Arzneimittelkennzeichnungen stellen deshalb den jeweiligen Hauptwirkstoff in den Vordergrund.
Die Kooperation mit Oracle Health ist zugleich Teil einer gemeinsamen Vermarktungsstrategie. Beide Unternehmen planen Vertriebsaktivitäten, um die Arzneimitteldatenbank in weiteren Gesundheitseinrichtungen mit Oracle Health i.s.h.med einzusetzen.
Universitätsklinikum Würzburg startet mit zwei Pilotbereichen
Ein erstes Referenzprojekt wurde am Universitätsklinikum Würzburg (UKW) umgesetzt. Dort ist die VIDAL-Wissensdatenbank bereits in Oracle Health i.s.h.med integriert.
Die Einführung erfolgte zunächst in zwei Pilotabteilungen: der Augenheilkunde sowie der Kinder- und Jugendpsychiatrie. Nach Angaben von VIDAL wurden diese Bereiche aufgrund ihrer besonderen Behandlungs- und Versorgungsanforderungen für die erste Implementierungsphase ausgewählt.
Begleitet wurde die Einführung durch die Vidal MMI Germany GmbH, die als deutsche Tochtergesellschaft der VIDAL Group für Kundenbetreuung und Rollout im deutschen Markt zuständig ist.
Michael Schösser, Geschäftsführer von Vidal MMI Germany, sieht im Produktivstart in Würzburg insbesondere die Bedeutung einer engen Zusammenarbeit mit den klinischen Anwendern bestätigt. Ziel sei es, internationale Arzneimitteldaten mit den spezifischen Anforderungen des deutschen Gesundheitswesens zu verbinden.
VIDAL will Integration in weitere Kliniken ausweiten
Für die VIDAL Group hat der Produktivstart zugleich strategische Bedeutung. Nach Einschätzung von CEO Vincent Bouvier zeigt die Implementierung, dass sich das neue Arzneimitteldatenmodell auch in komplexe Krankenhaus-IT-Strukturen integrieren lässt.
Mit der Anbindung an Oracle Health i.s.h.med erschließt VIDAL damit eine Krankenhausplattform, über die die eigenen Arzneimitteldaten unmittelbar in klinische Arbeitsabläufe eingebunden werden können.
Nach dem Start am Universitätsklinikum Würzburg soll die Zusammenarbeit mit Oracle Health nun weiter ausgebaut werden. Im Mittelpunkt steht dabei die Verknüpfung von Krankenhaus-IT und Arzneimittelwissen zur Unterstützung der digitalen Verordnungsprozesse.




