Thüringer Krankenhäuser steigern digitalen Reifegrad um 26 Prozent
Erhebung der Techniker Krankenkasse zeigt Fortschritte bei Digitalisierung und IT-Sicherheit in 43 Kliniken
Die Krankenhäuser in Thüringen haben bei der Digitalisierung deutliche Fortschritte erzielt. Wie die Techniker Krankenkasse (TK) mitteilt, verbesserte sich der digitale Reifegrad der Kliniken zwischen 2021 und 2024 von 33,4 auf 41,1 von 100 möglichen Punkten – eine Steigerung um über 25 Prozent. Thüringen liegt damit leicht unter dem Bundesdurchschnitt von 42,4 Punkten, Spitzenreiter sind Berlin und Sachsen.
Für die Analyse wurden 43 Thüringer Kliniken im Rahmen des „Digitalradar Krankenhaus“ bewertet. Die Bewertung berücksichtigt sieben Dimensionen, darunter IT-Sicherheit, Ablauf klinischer Prozesse, Informationsaustausch, telemedizinische Netzwerke und Patientenpartizipation. Laut TK-Landeschef Guido Dressel entlastet Digitalisierung das Personal und „schont wertvolle Ressourcen“, indem sie die notwendige Dokumentation effizienter gestaltet.
Zwischen 2022 und 2024 erhielten Thüringer Krankenhäuser rund 111,5 Millionen Euro aus dem Krankenhauszukunftsfonds, um etwa digitale Pflege- und Behandlungsdokumentationen einzuführen oder IT- und Cybersicherheitsmaßnahmen zu stärken. Dabei betont Dressel die Bedeutung interoperabler Systeme: „Ein digital vernetztes Gesundheitswesen, in dem zum Beispiel der niedergelassene Allgemeinmediziner die Daten aus dem Krankenhaus lesen kann, muss unser Ziel sein.“
Einzelne Kliniken wie das Universitätsklinikum Jena und das Südharz Klinikum Nordhausen berichten bereits online über ihre Digitalisierungsprojekte. Ziel bleibt laut TK, die Daten aller medizinischen Einrichtungen strukturiert in der elektronischen Patientenakte zu speichern, um Insellösungen zu vermeiden.




