Chipsoft-Hackerangriff: Möglicher Abfluss von Krankenhaus-Patientendaten
Ransomware-Attacke auf HIX365-Plattform – 15 niederländische Kliniken betroffen
Nach dem Ransomware-Angriff auf den Software-Riesen Chipsoft weitet sich das Ausmaß der Krise aus: Entgegen ersten Berichten, die von einem Fokus auf Hausarztpraxen ausgingen, verdichten sich laut Quellen des Senders NOS die Hinweise, dass auch Patientendaten zahlreicher Krankenhäuser betroffen sein könnten. Betroffen sind Kliniken, die das cloudbasierte Patientenportal HIX365 nutzen. Mehrere Krankenhäuser haben bereits vorsorgliche Datenleck-Meldungen bei der niederländischen Datenschutzbehörde (AP) eingereicht.
Der Softwarehersteller Chipsoft, Marktführer für elektronische Patientenakten in den Niederlanden, kämpft mit den Folgen eines schwerwiegenden Cyberangriffs. Im Zentrum der Ermittlungen steht die Plattform HIX365, über die Patienten online Zugriff auf ihre Akten erhalten. Da der Datenverkehr dieses Portals über die Server von Chipsoft läuft, wird befürchtet, dass Hacker diesen Traffic abfangen oder direkt auf die dahinterliegenden Datensätze zugreifen konnten.
Insgesamt nutzen rund 15 Krankenhäuser in den Niederlanden dieses System, darunter namhafte Einrichtungen wie das Franciscus Gasthuis in Rotterdam und das Albert Schweitzer Krankenhaus in Dordrecht. Infolge der Sicherheitslücke wurden die Patientenportale am Mittwochmorgen präventiv offline genommen.





