VKLK fordert Zehnjahresplan für Krankenhausversorgung

Kommunale Kliniken in Sachsen-Anhalt verlangen langfristige Strategie nach Klinikreform

Die kommunalen und landeseigenen Krankenhäuser in Sachsen-Anhalt (VKLK) fordern nach der Einigung auf eine bundesweite Klinikreform eine weiterführende strategische Debatte zur Sicherung der stationären Versorgung im Land. Im Mittelpunkt steht dabei die Forderung nach einem langfristigen „Zehnjahres-Stabilisierungsplan“ für die Krankenhauslandschaft.

VKLK-Vorstandschef Lutz Heimann äußerte sich am Rande des Jahreskongresses in Magdeburg mit Blick auf die zukünftige Ausrichtung der Gesundheitsversorgung. Nach seiner Einschätzung müsse ein solcher Plan ein Gesamtbild der Versorgungsstrukturen zeichnen, klare Prioritäten setzen und insbesondere die Finanzierung der Krankenhäuser verlässlich regeln. Ziel sei es, die stationäre Versorgung über einzelne Reformschritte hinaus nachhaltig abzusichern.

Heimann betonte zudem die Notwendigkeit einer breiten öffentlichen Debatte, die über kurzfristige politische Zyklen hinausreiche. Die Krankenhausversorgung dürfe nicht allein im Rahmen einer Legislaturperiode gedacht werden, sondern erfordere langfristige Planungs- und Investitionssicherheit. Gerade vor dem Hintergrund der jüngst auf Bundesebene vereinbarten Klinikreform sei es aus Sicht der kommunalen Träger erforderlich, die Auswirkungen auf die regionale Versorgungsstruktur systematisch zu analysieren und weiterzuentwickeln.

Die VKLK sehen sich dabei in der Verantwortung, die Versorgungssicherheit in Sachsen-Anhalt auch in strukturschwächeren Regionen zu gewährleisten. Kommunale und landeseigene Krankenhäuser übernehmen nach ihrer Einschätzung eine zentrale Rolle im Gesundheitssystem, da sie neben der Grund- und Regelversorgung auch wichtige Aufgaben in der Notfallversorgung und Daseinsvorsorge erfüllen.

Vor diesem Hintergrund wird ein stabiler finanzieller Rahmen als entscheidende Voraussetzung für die Zukunftsfähigkeit der Kliniken angesehen. Ohne verlässliche Finanzierung und langfristige Planungsperspektiven drohten weitere strukturelle Risiken für kleinere und mittelgroße Krankenhausstandorte.

Die Forderung nach einem „Zehnjahres-Stabilisierungsplan“ reiht sich damit in die aktuelle gesundheitspolitische Diskussion ein, in der neben der Umsetzung der Krankenhausreform zunehmend auch Fragen der Finanzierungssicherheit und regionalen Versorgungsgerechtigkeit in den Fokus rücken.