Mehr als jede zweite Krankenhausrechnung in Berlin und Brandenburg beanstandet
Medizinischer Dienst fordert Rückzahlungen in Höhe von rund 120 Millionen Euro
In Berlin und Brandenburg war mehr als jede zweite geprüfte Krankenhausrechnung im Jahr 2024 aus Sicht des Medizinischen Dienstes (MD) zu hoch. Wie eine Auswertung von rbb|24 auf Basis der Jahresstatistik des GKV-Spitzenverbandes zeigt, sollen die Krankenhäuser der Region insgesamt rund 120 Millionen Euro an gesetzliche Krankenkassen zurückzahlen. Laut den Daten wurden im vergangenen Jahr 117.700 Krankenhausrechnungen überprüft. In 55 Prozent der Fälle stellten die MD-Prüfer einen „minderungsfähigen“ Anteil fest. Der durchschnittliche Kürzungsbetrag lag bei 2.279 Euro. Bundesweit belief sich die Summe der Differenzbeträge auf 1,19 Milliarden Euro.
Ein Sprecher der Charité betonte gegenüber rbb|24, dass die veröffentlichten Zahlen vor allem die Erstbegutachtungen widerspiegelten. Nachträgliche Korrekturen durch Widersprüche oder Klagen seien darin nicht enthalten. „Die tatsächlichen Quoten unbeanstandeter Abrechnungen liegen nach vollständiger Prüfung deutlich über den veröffentlichten Zahlen“, so der Sprecher.







