Krankenhäuser vs. MD: Aufwendige Leistungsgruppenprüfungen starten 2026

MD-Prüfungen sollen Qualitätsstandards sichern – Kliniken berichten von hohem bürokratischen Aufwand und fehlender Planungssicherheit

Ab 2026 starten die Prüfungen der neuen Krankenhaus-Leistungsgruppen, die mit der Krankenhausreform eingeführt werden. Der Medizinische Dienst (MD) kontrolliert, ob Kliniken die Vorgaben zu Personal- und Technikausstattung erfüllen, bevor die Länder die Leistungsgruppen zuordnen. Ab 2027 soll die neue Planung bundesweit gelten.

Die Prüfungen sollen den bürokratischen Aufwand reduzieren: Unterlagen aus früheren Prüfungen können wiederverwendet werden, wie Andreas Krokotsch, stellvertretender Vorstandsvorsitzender des MD Nord gegenüber dem Deutschen Ärzteblatt erklärt. In Bayern begrüßt Christine Adolph, stellvertretende Vorstandsvorsitzende beim MD Bayern, die Zusammenfassung verschiedener Prüfarten, da dies für Kliniken den Aufwand verringere. Andere Kliniken berichten jedoch von erheblichem Mehraufwand. Auch in Niedersachsen und Braunschweig laufen die Vorbereitungen intensiv. Thomas Warnke vom Städtischen Klinikum Braunschweig beschreibt den Prüfprozess als „komplexes Puzzlespiel“ aus Facharztnachweisen, Dienstplänen und Zuordnungen, wofür digitale Tools eingesetzt werden.

Trotz umfassender Vorbereitungen bleibt die Planungssicherheit begrenzt: Mindestvorhaltezahlen für die Leistungsgruppen werden frühestens im dritten Quartal 2026 veröffentlicht, was wirtschaftliche Unsicherheiten für die Kliniken bedeutet.

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