Krankenhausgipfel 2026: „Stark aus der Krise“

DKG lädt am 21. September nach Berlin zur Debatte über den Neustart Krankenhaus
Der Krankenhausgipfel 2026 findet am 21. September im Maritim Hotel proArte Berlin statt. Unter dem Titel „Stark aus der Krise – Neustart Krankenhaus“ diskutieren Vertreter aus Gesundheitspolitik, Gesundheitswesen und Praxis über Deregulierung, Qualität, Ergebnisorientierung und die Zukunft der stationären Versorgung.
Der diesjährige Krankenhausgipfel der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) steht unter dem Leitgedanken „Deregulierung wagen. Qualität stärken. Versorgung sichern.“ Im Mittelpunkt stehen damit zentrale Fragen der aktuellen Krankenhauspolitik: Wie kann die stationäre Versorgung nach Jahren des Reformdrucks zukunftsfähig aufgestellt werden, welche Regulierung ist notwendig und wo benötigen Krankenhäuser mehr Handlungsspielräume?
Nach der Eröffnung durch den DKG-Vorstandsvorsitzenden Dr. Gerald Gaß ist eine Keynote von Dr. Carsten Linnemann, Bundesminister für Gesundheit, vorgesehen. Die Teilnahme ist nach dem vorliegenden Programm allerdings noch als angefragt gekennzeichnet.
Ein Schwerpunkt des Gipfels liegt auf einer stärkeren Ergebnisverantwortung und der Frage, wie Qualität im Krankenhaus künftig bewertet und gesteuert werden kann.
Mit dem Impuls „Ergebnisorientierung – Erfahrungen aus den Niederlanden“ soll auch ein internationaler Vergleich in die Diskussion einbezogen werden. Vorgesehen ist hierfür Professor Dr. Ab Klink, ehemaliger Gesundheitsminister der Niederlande. Ein weiterer Programmpunkt beschäftigt sich mit patientenrelevanten Outcomes. Claudia Hartmann von der Charité – Universitätsmedizin Berlin soll das ICHOM-Set im deutschen Kontext vorstellen. Damit rückt die Frage in den Mittelpunkt, wie Behandlungsergebnisse aus Patientensicht systematisch erfasst und für die Versorgungssteuerung genutzt werden können. Anschließend diskutiert eine hochkarätig besetzte Runde unter dem Titel „Qualität neu denken: Welche Chancen bietet mehr Ergebnisorientierung?“ über die Konsequenzen eines stärker outcome-orientierten Qualitätsverständnisses.
Für die Diskussionsrunde sind unter anderem Professor Dr. Henriette Neumeyer, stellvertretende Vorstandsvorsitzende der DKG, Axel Müller als Berichterstatter Krankenhausversorgung der Unionsfraktion im Deutschen Bundestag sowie Dr. Christos Pantazis, gesundheitspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Deutschen Bundestag, vorgesehen.
Auch die Perspektive der gemeinsamen Selbstverwaltung und der Gesundheitsberufe soll einbezogen werden. Angefragt sind Dr. Sonja Optendrenk, unparteiische Vorsitzende des Gemeinsamen Bundesausschusses, Christine Vogler, Präsidentin des Deutschen Pflegerates, sowie Dr. Susanne Johna, Vorsitzende des Marburger Bundes.
Die Moderation übernimmt Dr. Peter Gausmann.
Krankenhaus vor einem möglichen Neustart
Der Titel des Krankenhausgipfels greift die angespannte Situation der deutschen Krankenhauslandschaft unmittelbar auf. Wirtschaftlicher Druck, Fachkräftemangel, strukturelle Veränderungen und die laufende Krankenhausreform stellen die Kliniken vor erhebliche Herausforderungen.
Mit der Forderung nach mehr Deregulierung verbindet die DKG dabei ein Thema, das für das Klinikmanagement zunehmend an Bedeutung gewinnt. Gleichzeitig soll die Diskussion über Ergebnisqualität deutlich machen, wie sich größere Handlungsspielräume mit einer verlässlichen Sicherung der Versorgungsqualität verbinden lassen.
Der Krankenhausgipfel 2026 findet am 21. September 2026 im Maritim Hotel proArte Berlin, Friedrichstraße 151/Dorotheenstraße 65, 10117 Berlin, statt. Der Beginn des Programms ist für 11.30 Uhr mit Anreise und Mittagsimbiss vorgesehen; das Schlusswort von Dr. Gerald Gaß ist für 16.10 Uhr geplant.




