Kosten der Thüringer Krankenhäuser steigen im 5-Jahresvergleich um 20 Prozent
Durchschnittliche Kosten je Behandlungsfall bei 6.447 Euro
Die Kosten der Thüringer Krankenhäuser haben im Jahr 2024 insgesamt 3,802 Milliarden Euro erreicht. Damit stiegen die Gesamtkosten im Vergleich zum Vorjahr um 159,5 Millionen Euro bzw. 4,4 Prozent. Im Vergleich zu 2020 ergibt sich sogar ein Anstieg um 642,4 Millionen Euro bzw. 20,3 Prozent, wie das Thüringer Landesamt für Statistik mitteilte.
Rund zwei Drittel der Gesamtkosten (2,419 Milliarden Euro bzw. 63,6 Prozent) entfielen auf Personalaufwendungen. Davon entfielen etwa ein Drittel auf den ärztlichen Dienst (772 Millionen Euro bzw. 31,9 %), ein weiteres Drittel auf den Pflegedienst (858 Millionen Euro bzw. 35,5 %), 314 Millionen Euro (13,0 %) auf den medizinisch-technischen Dienst und 212 Millionen Euro (8,8 %) auf den Funktionsdienst.
Mehr als ein Drittel der Gesamtkosten (1,364 Milliarden Euro bzw. 35,9 %) entfiel auf Sachkosten. Diese stiegen gegenüber 2023 um 45,9 Millionen Euro bzw. 3,5 %. Rund die Hälfte der Sachkosten (709 Millionen Euro bzw. 52,0 %) entfiel auf medizinischen Bedarf wie Arzneimittel, Verbrauchsmaterial, OP-Instrumente, Laborbedarf und Implantate. Kosten für Wasser, Energie und Brennstoffe sanken hingegen um 12,1 % bzw. 12,1 Millionen Euro.
Die pflegesatzfähigen Kosten beliefen sich 2024 auf 3,418 Milliarden Euro, 139 Millionen Euro bzw. 4,2 % mehr als im Vorjahr. Auf einen Berechnungs- und Belegungstag bezogen lagen die bereinigten Kosten bei rund 914 Euro, was einem Anstieg von 32 Euro bzw. 3,6 % im Vergleich zu 2023 entspricht. Bei einer durchschnittlichen Verweildauer von 7,1 Tagen ergeben sich somit rein rechnerisch Kosten von 6.447 Euro je Behandlungsfall (2023: 6.321 Euro, +2,0 %). Die Kosten je aufgestelltes Bett lagen bei 232.730 Euro, ein Anstieg um 7,0 % gegenüber 2023.




