DKG fordert mehr Investitionen in Hitzeschutz für Krankenhäuser

Gerald Gaß kritisiert Länder und warnt vor Folgen der Investitionsdefizite während aktueller Hitzewelle

Die aktuelle Hitzewelle hat nach Einschätzung der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) erhebliche Defizite bei der Klimaanpassung deutscher Krankenhäuser offengelegt. DKG-Vorstandsvorsitzender Gerald Gaß kritisierte die aus seiner Sicht unzureichende Investitionsfinanzierung durch die Bundesländer und forderte eine bessere finanzielle Ausstattung der Kliniken für Maßnahmen zum Hitzeschutz.

Gegenüber der „Rheinischen Post“ erklärte Gaß, die extremen Temperaturen der vergangenen Tage machten deutlich, welche Folgen jahrelang ausbleibende Investitionen in die Krankenhausinfrastruktur hätten. Insbesondere bei der Klimatisierung von Patientenzimmern und anderen baulichen Maßnahmen zur Anpassung an zunehmende Hitzeperioden bestehe erheblicher Nachholbedarf. Nach Angaben der Deutschen Krankenhausgesellschaft kommen die Bundesländer ihrer gesetzlichen Verpflichtung zur Investitionsfinanzierung seit Jahren nicht ausreichend nach. Die Krankenhäuser seien deshalb gezwungen, notwendige Investitionen teilweise aus den Erlösen für die Patientenversorgung zu finanzieren. Gleichzeitig würden viele Kliniken bereits unter einer angespannten wirtschaftlichen Situation leiden. Gaß verweist in diesem Zusammenhang auch auf die aktuelle Debatte um das geplante GKV-Stabilisierungsgesetz. Neben den bestehenden Defiziten bei Investitions- und Betriebskosten drohten zusätzliche Belastungen für die Krankenhäuser. Dadurch werde der finanzielle Handlungsspielraum für notwendige Modernisierungsmaßnahmen weiter eingeschränkt.

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