Schulgesundheitsfachkräfte: Medizinischer Dienst Bund unterstützt bundesweite Einführung
Bündnis fordert bis zu 10.000 Stellen für Schulgesundheitsfachkräfte
Der Medizinische Dienst Bund unterstützt künftig das Bündnis zur flächendeckenden Einführung von Schulgesundheitsfachkräften in Deutschland. Mit der Unterzeichnung eines entsprechenden Memorandums fordert der Verband gemeinsam mit dem BKK Dachverband, der Bundesschüler*innenkonferenz, dem Bundeselternrat und dem Deutschen Pflegerat eine bundesweite Verankerung des Modells. Gefordert werden unter anderem ein gemeinsamer „Schulgesundheitspakt“ von Bund und Ländern sowie bis zu 10.000 Stellen für Schulgesundheitsfachkräfte.
Der Medizinische Dienst Bund hat am 13. August 2026 das Memorandum „Eine starke Gesellschaft braucht gesunde Kinder – endlich Schulgesundheitsfachkräfte bundesweit etablieren!“ unterzeichnet. Damit schließt sich der Medizinische Dienst Bund einem Bündnis an, das eine flächendeckende Einführung von Schulgesundheitsfachkräften in Deutschland erreichen will.
Schulgesundheit als Teil der Prävention
Nach Einschätzung des Bündnisses sollen Schulgesundheitsfachkräfte einen präventiven und sektorenübergreifenden Beitrag zur gesundheitlichen Versorgung von Kindern und Jugendlichen leisten. Zu ihren Aufgaben gehören insbesondere die Stärkung der Gesundheitskompetenz, die Begleitung chronisch erkrankter Schülerinnen und Schüler im Schulalltag sowie die frühzeitige Erkennung gesundheitlicher Probleme.
Anne-Kathrin Klemm, Vorständin des BKK Dachverbandes, begrüßte die Unterstützung durch den Medizinischen Dienst Bund. Schulgesundheitsfachkräfte könnten Gesundheitsförderung dort verankern, wo Kinder und Jugendliche einen wesentlichen Teil ihres Alltags verbringen: in der Schule.
Auch Dr. Stefan Gronemeyer, Vorstandsvorsitzender des Medizinischen Dienstes Bund, hebt die Bedeutung von Prävention und Gesundheitsförderung hervor. Schulgesundheitsfachkräfte setzten frühzeitig und unmittelbar im Lebensumfeld Schule an.
Bündnis fordert bis zu 10.000 Stellen
Mit dem Memorandum verbinden die beteiligten Organisationen konkrete politische Forderungen. Bund und Länder sollen einen gemeinsamen „Schulgesundheitspakt“ auf den Weg bringen. Ziel ist es, bundesweit bis zu 10.000 Stellen für Schulgesundheitsfachkräfte zu schaffen.
Darüber hinaus fordert das Bündnis verbindliche gesetzliche Grundlagen in den Ländern sowie einheitliche Rahmenbedingungen. Diese sollen insbesondere die Ausbildung, das Aufgabenprofil und die Finanzierung der Schulgesundheitsfachkräfte regeln.
Medizinischer Dienst Bund als weiterer Unterstützer
Mit dem Medizinischen Dienst Bund erhält die Initiative einen weiteren Akteur aus dem Gesundheitswesen. Das Bündnis sieht in der Unterstützung ein Signal an Bund und Länder, die Gesundheitsförderung von Kindern und Jugendlichen stärker in den schulischen Alltag zu integrieren.
Die Forderung nach Schulgesundheitsfachkräften verbindet dabei Prävention, Gesundheitsförderung und die Unterstützung von Kindern mit chronischen Erkrankungen unmittelbar am Lern- und Lebensort Schule.




