Zukunft des Heilig-Geist-Hospitals Bingen bleibt offen

Runder Tisch berät Perspektiven nach erneuter Insolvenz des Klinikstandorts

Die Zukunft des Heilig-Geist-Hospitals in Bingen bleibt weiterhin ungewiss. Bei einem Runden Tisch im rheinland-pfälzischen Gesundheitsministerium haben Vertreter von Land, Kommune, Landkreis und Insolvenzverwaltung über den aktuellen Stand des Insolvenzverfahrens sowie mögliche Zukunftsperspektiven für den Krankenhausstandort beraten, berichtet die Allgemeine Zeitung. Ziel ist es, trotz der erneuten Insolvenz eine tragfähige Lösung für die medizinische Versorgung der Region zu entwickeln.

Zu dem Treffen hatte Gesundheitsminister Clemens Hoch eingeladen. Neben Vertretern der Stadt Bingen, des Landkreises Mainz-Bingen und der Insolvenzverwaltung nahmen auch Vertreter der HC&S AG teil, die im Verfahren beratend eingebunden ist. HC&S war durch die beiden Vorstände Prof. Dr. Lars Timm und Dr. Nicolas Krämer vertreten.

Im Mittelpunkt der Gespräche stand die Frage, wie eine nachhaltige Gesundheitsversorgung für die Bevölkerung im Mittelrheintal sichergestellt werden kann. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums haben die vergangenen Wochen gezeigt, wie groß das Engagement aller Beteiligten sei. Gleichzeitig werde deutlich, dass die strukturellen Herausforderungen für den Standort weiterhin erheblich sind. Bereits Anfang Mai hatte das Heilig-Geist-Hospital erneut Insolvenz anmelden müssen. Stadt und Landkreis hatten den Klinikbetrieb in den vergangenen Jahren mit erheblichen finanziellen Mitteln unterstützt. Nach Angaben des Ministeriums sind diese Mittel inzwischen ausgeschöpft. Dennoch hält das Land Rheinland-Pfalz eine weitere Unterstützung der Gesundheitsversorgung in der Region für notwendig.

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