Ärzte der Neckar-Odenwald-Kliniken stärken Geschäftsführung den Rücken
Chef- und leitende Ärzte stellen sich gegen Kritik der „Klinikrebellen“
Chef- und leitende Ärzte sowie weitere leitende Verantwortliche der Neckar-Odenwald-Kliniken haben sich öffentlich hinter die Geschäftsführung gestellt. Wie die Rhein-Neckar-Zeitung berichtet, sprechen sie den Geschäftsführern Frank Hehn und Harald Löffler ausdrücklich ihr Vertrauen aus und kritisieren zugleich die Forderungen des Bündnisses der „Klinikrebellen“.
In einer gemeinsamen Erklärung betonen die Unterzeichner, die Geschäftsführung habe die Neckar-Odenwald-Kliniken auch in schwierigen Phasen umsichtig geführt. Hervorgehoben werden insbesondere die Umstrukturierung des Klinikverbunds, das Jahr 2020 und die Herausforderungen während der Corona-Pandemie.
Die aktuelle Situation sei vor allem durch die Umsetzung eines Kreistagsbeschlusses geprägt. Nach Auffassung der ärztlichen und pflegerischen Führungskräfte seien dabei Empfehlungen aus Politik, Wirtschaft und Verbänden nicht ausreichend berücksichtigt worden. Stattdessen sei ein Festhalten am Status quo für die kommenden Jahre beschlossen worden.
Gleichzeitig soll das wirtschaftliche Ergebnis verbessert und die stationäre Belegung erhöht werden. Dies müsse jedoch parallel zu einer zunehmenden Ambulantisierung erfolgen. Aus Sicht der Unterzeichner entsteht daraus ein erheblicher Zielkonflikt für die Kliniksteuerung. Als weitere Belastungsfaktoren nennen die Klinikverantwortlichen steigende Kosten, die Strukturprüfungen des Medizinischen Dienstes, die bevorstehende Zuordnung von Leistungsgruppen und den wachsenden Einfluss von Mindestmengen.
Vor diesem Hintergrund sprechen sich die Unterzeichner ausdrücklich dafür aus, Hehn und Löffler bis zu einer geordneten Übergabe an eine Nachfolgerin oder einen Nachfolger zu unterstützen. Weitere Konflikte und öffentliche Auseinandersetzungen würden die ohnehin schwierige Situation aus ihrer Sicht zusätzlich belasten.




