UKSH leitet Nachfolgeprozess für Vorstandsvorsitz ab 2027 ein
Findungskommission soll Nachfolge von CEO Jens Scholz am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein sichern
Das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) bereitet den Wechsel an der Spitze des Vorstands vor. Der langjährige Vorstandsvorsitzende Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Jens Scholz wird zum 30. Juni 2027 in den Ruhestand treten. Die Gewährträgerversammlung hat daher das Nachbesetzungsverfahren für den Vorstandsvorsitz sowie den Vorstand für Krankenversorgung eingeleitet.
Die Stelle wurde bereits öffentlich ausgeschrieben. Zur strukturierten Durchführung des Auswahlprozesses wurde eine Findungskommission eingesetzt, die den gesamten Nachfolgeprozess begleitet und koordiniert. Die Position des Vorstandsvorsitzes am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein zählt zu den zentralen Führungsfunktionen der deutschen Universitätsmedizin. Neben der strategischen Gesamtverantwortung umfasst sie insbesondere die Steuerung der Krankenversorgung an einem der größten Universitätskliniken Deutschlands.
Die Gewährträgerversammlung hat Wissenschaftsstaatssekretär Guido Wendt, zugleich Aufsichtsratsvorsitzender des UKSH, mit der Leitung des Verfahrens betraut. Unterstützt wird der Auswahlprozess durch eine externe Personalberatungsagentur, um eine strukturierte Nachfolgeplanung sicherzustellen.
Prof. Jens Scholz ist seit 2009 Mitglied des Vorstands und seitdem auch dessen Vorsitzender. Unter seiner Führung hat sich das UKSH organisatorisch und strukturell zu einem der bedeutenden universitären Maximalversorger in Deutschland entwickelt. Der bevorstehende Übergang markiert damit einen strategisch wichtigen Einschnitt für die Leitungsebene des Hauses, vorwiegend vor dem Hintergrund laufender Reformen in der Krankenhaus- und Universitätsmedizin sowie wachsender Anforderungen an Digitalisierung, Versorgungssicherheit und Wirtschaftlichkeit.
Der frühzeitig eingeleitete Nachfolgeprozess unterstreicht die hohe strategische Relevanz der Position im System der deutschen Krankenhauslandschaft. Universitätskliniken dieser Größenordnung sind nicht nur Versorger, sondern auch zentrale Akteure in Forschung, Lehre und Innovationsentwicklung. Die strukturierte Vorbereitung der Nachfolge soll einen reibungslosen Übergang gewährleisten und die Kontinuität in der Steuerung der Krankenversorgung sichern. Gleichzeitig steht die neue Führung vor der Herausforderung, die komplexen Anforderungen aus Versorgung, Wissenschaft und Finanzierung weiter zu balancieren.




