St. Joseph-Krankenhaus Bitburg: Gläubiger unterstützen Fortführung im Insolvenzverfahren

Landkreis soll Krankenhausbetrieb bis Ende 2026 übernehmen

Im Insolvenzverfahren der St. Joseph-Krankenhaus gGmbH in Bitburg sind wichtige Weichen für die weitere Sanierung gestellt worden. Wie die Beteiligten am Verfahren mitteilen, hat die Gläubigerversammlung am 11. März 2026 einstimmig der Fortführung des Krankenhausbetriebs zugestimmt.

Das Verfahren wird weiterhin in Eigenverwaltung durchgeführt. Die Aufsicht übernimmt Sachwalter Rechtsanwalt Jakob Joeres. Ziel bleibt die wirtschaftliche Stabilisierung des Krankenhauses sowie eine langfristige Sicherung der stationären Versorgung in der Region. Im Mittelpunkt der laufenden Verhandlungen steht eine geplante Übernahme des Krankenhauses durch den Eifelkreis Bitburg-Prüm. Nach aktuellem Stand soll der Klinikbetrieb mit seinen rund 450 Mitarbeitenden spätestens bis Ende 2026 vollständig auf den Landkreis übertragen werden. Möglich ist dabei auch eine Beteiligung eines regionalen Partners.

Nach Angaben der Beteiligten sollen zuvor noch vertragliche Regelungen für eine Zwischenfinanzierung und Verlustübernahme abgeschlossen werden. Diese gelten als Voraussetzung, um den Krankenhausbetrieb während der weiteren Sanierungsphase wirtschaftlich abzusichern. Kristina Wessing, Generalbevollmächtigte der Kanzlei Niering Stock Tömp Rechtsanwälte, erklärte, dass trotz noch offener Detailfragen Einigkeit über die grundsätzliche Zielrichtung bestehe. Ziel sei eine rechtssichere und tragfähige Lösung für Beschäftigte und Region. Auch Sachwalter Jakob Joeres bewertete die angestrebte Lösung positiv und sprach von dem „richtigen Weg“ aus Sicht der Gläubiger.

Für die Beschäftigten des sogenannten „St. Juppes“ sowie für die Bevölkerung im Eifelkreis soll die angestrebte Übernahme nach Angaben der Beteiligten vor allem mehr Planungssicherheit schaffen. Die nächste Gläubigerversammlung ist für den 30. April 2026 beim Amtsgericht Bitburg vorgesehen. Dort dürfte der Stand der laufenden Verhandlungen erneut im Mittelpunkt stehen.

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