St. Elisabeth Krankenhaus Lahnstein schreibt wieder schwarze Zahlen

BBT-Gruppe meldet positive wirtschaftliche Entwicklung und plant Ausbau von Gerontopsychiatrie, Pflege und Infrastruktur

Das psychiatrische Fachkrankenhaus St. Elisabeth Lahnstein hat sich nach der Übernahme durch die BBT-Gruppe wirtschaftlich stabilisiert. Nach Angaben des Trägers konnte das Krankenhaus im Jahr 2025 ein deutlich positives Jahresergebnis erzielen. Neben erfolgreichen Budgetverhandlungen, personeller Verstärkung und organisatorischen Veränderungen sollen in den kommenden Jahren weitere Investitionen in Pflege, Gerontopsychiatrie und Infrastruktur folgen. Dies geht aus einem am 3. Juni 2026 veröffentlichten Interview mit der Kaufmännischen Direktorin Sabine Saal hervor.

Das St. Elisabeth Lahnstein gehört seit der Übernahme zur BBT-Region Koblenz-Saffig. Nach Angaben der Klinikleitung basiert die positive Entwicklung auf einer Kombination aus bestehenden Strukturen und neuen Impulsen innerhalb der Organisation. Erfahrene Mitarbeitende seien ebenso ein Erfolgsfaktor gewesen wie die Bereitschaft zur Veränderung und Weiterentwicklung von Prozessen. Einen wesentlichen Beitrag zur wirtschaftlichen Stabilisierung leisteten laut Sabine Saal erfolgreiche Budgetverhandlungen mit den Kostenträgern. Über einen längeren Zeitraum seien die Vergütungssätze des Hauses nicht angepasst worden, wodurch die Erlöse nicht mehr kostendeckend gewesen seien. Mit den neu verhandelten Tagessätzen habe sich die wirtschaftliche Situation des psychiatrischen Fachkrankenhauses deutlich verbessert. Gleichzeitig konnte die Einrichtung zusätzliche Fachkräfte gewinnen und ihre medizinische Kompetenz ausbauen.

Als wichtigen Entwicklungsschritt bezeichnet die Klinik die Gewinnung von Dr. Esther Jacobi als Chefärztin und Ärztliche Direktorin. Mit ihrem Eintritt seien neue fachliche Impulse verbunden gewesen. Zudem habe die Klinik weitere Fachärztinnen und Fachärzte gewinnen können. Allein im Jahr 2026 seien zwei zusätzliche Mediziner zum Team gestoßen. Die personelle Entwicklung soll nach Angaben der Verantwortlichen dazu beitragen, die Versorgungsqualität weiter auszubauen und zusätzliche Wachstumsperspektiven für den Standort zu schaffen.

Ein Schwerpunkt der weiteren Entwicklung liegt auf der Stabilisierung der Pflegesituation. Trotz bereits erzielter Fortschritte sucht die Einrichtung weiterhin Pflegekräfte für den psychiatrischen Bereich. Als positives Signal wertet die Klinik zudem die Rückkehr eigener Auszubildender in der Gesundheits- und Krankenpflege. Erstmals seit längerer Zeit werden am Standort wieder Nachwuchskräfte ausgebildet. Dies soll langfristig zur Fachkräftesicherung beitragen.

Neben personellen Maßnahmen stehen mehrere Bauprojekte auf der Agenda. Geplant ist unter anderem die Schaffung eines Außenbereichs für die geschützte Station. Dadurch sollen die Aufenthaltsbedingungen für Patientinnen und Patienten verbessert werden.

Darüber hinaus bereitet die Klinik die Einrichtung einer neuen gerontopsychiatrischen Station vor. Dort sollen künftig ältere Menschen mit psychiatrischen Erkrankungen behandelt werden. Ergänzend ist eine Erweiterung des Therapiezentrums vorgesehen. Im Untergeschoss sollen ambulante Heilmittelpraxen entstehen. Nach Angaben der Klinik befindet sich das Projekt derzeit kurz vor dem Bauantragsverfahren.