KKM soll beantragte Leistungsgruppen an beiden Standorten erhalten
Krankenhausplanung Rheinland-Pfalz bestätigt Leistungsspektrum in Koblenz und Montabaur – endgültige Feststellungsbescheide stehen noch aus
Das Katholische Klinikum Koblenz · Montabaur (KKM) soll an seinen Standorten Koblenz und Montabaur die für die bestehenden medizinischen Leistungsbereiche beantragten Leistungsgruppen erhalten. Die am 1. September bekanntgegebenen Planungen des Landes Rheinland-Pfalz bestätigen damit nach Angaben des Klinikums das bisherige medizinische Leistungsspektrum. Das Verfahren ist allerdings noch nicht abgeschlossen: Nach der Anhörung der Krankenhäuser sollen die endgültigen Feststellungsbescheide ergehen und die Leistungsgruppen zum 1. Januar 2027 wirksam werden.
Mit der geplanten Zuweisung der Leistungsgruppen erhält das Katholische Klinikum Koblenz · Montabaur eine wesentliche Grundlage für seine zukünftige Position innerhalb der rheinland-pfälzischen Krankenhauslandschaft. Nach Angaben des KKM wurden für die bestehenden medizinischen Bereiche an beiden Standorten die jeweils relevanten Leistungsgruppen beantragt.
Die Regionalgeschäftsführung der BBT-Region Koblenz-Saffig und das Direktorium des Klinikums bewerten die vorgesehenen Zuweisungen als Bestätigung des medizinischen Angebots und der dafür aufgebauten Versorgungsstrukturen.
Leistungsgruppen bestimmen künftiges Angebot der Standorte
Die Leistungsgruppen bilden ein zentrales Element der Krankenhausreform. Sie legen wesentlich differenzierter als die bisherige Krankenhausplanung nach Fachabteilungen und Planbetten fest, welche medizinischen Leistungen ein Krankenhausstandort künftig erbringen soll.
Mit den einzelnen Leistungsgruppen sind verbindliche Anforderungen unter anderem an die personelle Besetzung, fachärztliche Qualifikationen, medizinische Strukturen und technische Ausstattung verbunden.
Im Rahmen des Zuweisungsverfahrens wurden die Qualitätsvoraussetzungen durch den Medizinischen Dienst geprüft. Die entsprechenden Gutachten bilden eine fachliche Grundlage für die Krankenhausplanung. Über die tatsächliche Zuweisung der Leistungsgruppen entscheidet jedoch das Land Rheinland-Pfalz. Ein positives Gutachten des Medizinischen Dienstes führt damit nicht automatisch zur Zuweisung einer Leistungsgruppe.
„Hinter jeder einzelnen Leistungsgruppe stehen medizinische Kompetenz, qualifizierte Mitarbeitende und Strukturen, die über viele Jahre aufgebaut und kontinuierlich weiterentwickelt wurden“, erklärt Annette Schaade, Kaufmännische Direktorin des KKM. Dass sich dies in den Entscheidungen des Landes widerspiegele, sei eine wichtige Bestätigung und zugleich Auftrag für die weitere Entwicklung.
Umfangreiches Prüfverfahren für das KKM
Der Antrag auf die Leistungsgruppen war für das Klinikum mit umfangreichen Vorbereitungen verbunden. Mitarbeitende aus Medizin, Pflege, Verwaltung, Qualitätsmanagement und weiteren Bereichen mussten die Voraussetzungen der beantragten Leistungsgruppen dokumentieren, Nachweise zusammenstellen und die Prüfverfahren begleiten.
Das Klinikum sieht in den vorgesehenen Zuweisungen daher auch ein Ergebnis dieser standortübergreifenden Vorbereitungen.
Für das Krankenhausmanagement beginnt mit der Entscheidung zugleich die nächste Phase: Das KKM will die vorgesehenen Zuweisungen im Detail auswerten und die notwendigen Maßnahmen zur Umsetzung der neuen Krankenhausplanung vorbereiten.
Feststellungsbescheide stehen noch aus
Die am 1. September veröffentlichten Entscheidungen sind noch nicht endgültig. Die Krankenhäuser erhalten über die Gesundheits-Ressourcen-Datenbank GeRDa die Entwürfe ihrer Feststellungsbescheide und können im Rahmen des Anhörungsverfahrens Stellung nehmen.
Nach Auswertung der Rückmeldungen sollen die endgültigen Feststellungsbescheide erlassen und der neue Krankenhausplan Rheinland-Pfalz abgeschlossen werden.
Die neuen Leistungsgruppenzuweisungen sollen zum 1. Januar 2027 wirksam werden. Für das Katholische Klinikum Koblenz · Montabaur zeichnet sich nach dem derzeitigen Planungsstand ab, dass das bestehende medizinische Leistungsspektrum an den beiden Standorten Koblenz und Montabaur im neuen Leistungsgruppensystem abgebildet werden kann.




