Sana strukturiert Management im Nordosten neu
Wechsel in Klinikgeschäftsführungen und Fortsetzung der Cluster-Steuerung angekündigt
Die Sana Kliniken AG richtet ihr Management im Cluster Nordost neu aus und setzt dabei auf eine schrittweise Übergabe zentraler Führungsfunktionen. Nach Unternehmensangaben werden künftig Kevin Struß und Christian Fastlabend neue Geschäftsführungsaufgaben übernehmen, während Michael Jürgensen in einer Cluster-Funktion weiterhin für den Konzern tätig bleibt.

Das Führungsteam im Sana-Cluster Nordost stellt sich neu auf: v.l.n.r Kevin Struß, Christian Fastlabend und Michael Jürgensen.
Foto: Canva / Sana Kliniken AG
Wie Sana mitteilt, sollen die personellen Veränderungen in den kommenden Monaten umgesetzt werden. Im Mittelpunkt steht dabei eine Neuordnung der Führungsstruktur in den Einrichtungen in Mecklenburg-Vorpommern sowie angrenzenden Versorgungsregionen. Die Kliniken und Medizinischen Versorgungszentren (MVZ) des Konzerns sind in sogenannten regionalen Clustern organisiert, die eine übergreifende Steuerung ermöglichen sollen.
Zum 30. September legt Michael Jürgensen seine Geschäftsführungsfunktionen in den Kliniken und MVZ in Mecklenburg-Vorpommern nieder. Er bleibt jedoch als Cluster-Geschäftsführer Nordost weiterhin im Unternehmen tätig und übernimmt zusätzlich beratende Aufgaben. Nach eigenen Angaben endet damit seine operative Geschäftsführungstätigkeit nach vielen Jahren im Krankenhausmanagement, während er dem Konzern in strategischer Funktion erhalten bleibt.
Eine zentrale Rolle in der neuen Struktur übernimmt Kevin Struß, der ab dem 1. Juli 2026 die Geschäftsführung des Sana Krankenhauses Bad Doberan sowie der Sana MVZ Rostocker Land GmbH übernimmt. Für einen Übergangszeitraum wird er gemeinsam mit Jürgensen die Einrichtungen leiten. Struß ist Betriebswirt und verfügt über langjährige Erfahrung innerhalb der Sana-Gruppe, insbesondere in Controlling- und Leitungsfunktionen an verschiedenen Klinikstandorten. Zuvor war er unter anderem in Offenbach und Lübeck tätig und zuletzt kaufmännischer Leiter in Bad Doberan.
Auch im Sana HANSE-Klinikum Wismar bleibt die Führungsstruktur stabil. Dort übernimmt Christian Fastlabend weiterhin die Geschäftsführung und erweitert seine Verantwortung ab Oktober um die Leitung der zugehörigen Medizinischen Versorgungszentren. Damit wird die Verzahnung von stationärer und ambulanter Versorgung innerhalb des Clusters weiter ausgebaut.
Aus Sicht des Sana-Managements soll die Neuaufstellung die Einrichtungen im Nordosten auf die kommenden gesundheitspolitischen und wirtschaftlichen Herausforderungen vorbereiten. Dazu zählen strukturelle Reformen im Krankenhauswesen, steigender Kostendruck sowie Fachkräftemangel. Die Weiterentwicklung der regionalen Versorgungsstrukturen und eine engere Verzahnung der Standorte stehen dabei im Fokus.
Unternehmensintern wird der Wechsel als geordnete Nachfolgeregelung beschrieben, die zugleich Kontinuität und Erneuerung verbinden soll. Die Cluster-Struktur bleibt dabei das zentrale Steuerungsmodell, um operative Verantwortung und strategische Führung zu trennen und gleichzeitig regionale Versorgungsnetzwerke zu stabilisieren.




