Reha-Klinik Lenggries unter Druck: Konzessionsentzug wird geprüft
Vorwürfe zu Pflegequalität und wirtschaftliche Folgen belasten Einrichtung in Bayern
Nach Medienberichten steht eine Rehabilitationsklinik in Oberbayern erneut im Fokus der Aufsichtsbehörden: Das Landratsamt prüft den Widerruf der Betriebskonzession. Grundlage sind zahlreiche Beschwerden und Vorwürfe zu möglichen Missständen im Pflegealltag. Die Klinik weist die Anschuldigungen zurück.
Nach Angaben des Landratsamts sei eine „auffällige Anzahl verschiedener Beschwerden“ eingegangen, denen bereits nachgegangen worden sei. Demnach hätten Prüfungen einzelne Vorwürfe bestätigt, sodass aktuell ein formelles Verfahren zum möglichen Widerruf der Konzession laufe. Dieses befindet sich derzeit in der Anhörungsphase.
Auslöser der aktuellen Entwicklung ist unter anderem ein internes Schreiben, über das Medien berichteten. Darin werden schwerwiegende Vorwürfe erhoben, etwa dass nicht qualifiziertes Personal medizinische Tätigkeiten wie Medikamentengaben oder Insulininjektionen übernommen habe. Die Klinik weist diese Darstellung entschieden zurück. In einer Stellungnahme betont die Geschäftsführung, dass behandlungspflegerische Maßnahmen ausschließlich von qualifiziertem Fachpersonal durchgeführt würden oder unter entsprechender Anleitung stattfänden.
Ende März 2026 wurde daher ein Antrag auf ein vorläufiges Insolvenzverfahren gestellt.Ein vom Gericht eingesetzter vorläufiger Insolvenzverwalter prüft derzeit die Fortführungsmöglichkeiten der Klinik. Ob ein Weiterbetrieb und damit der Erhalt der Arbeitsplätze möglich ist, hängt maßgeblich vom Ausgang des laufenden Konzessionsverfahrens ab, berichtet der Merkur.






