Personalwechsel bei Asklepios: CFO Hafid Rifi kündigt Rückzug an
Langjähriger Finanzvorstand verlässt den Klinikkonzern Ende Mai – Benedikt Brörmann übernimmt interimistisch

Hafid Rifi verlässt Asklepios auf eigenen Wunsch
Foto: Asklepios
Hafid Rifi, seit 2016 Chief Financial Officer (CFO) der Asklepios Kliniken, wird das Unternehmen zum 31. Mai 2026 auf eigenen Wunsch verlassen. Wie der Konzern bekannt gab, erfolgt die Trennung im besten Einvernehmen. Rifi, der maßgeblich für die Kapitalmarktstrategie und die Übernahme der RHÖN-KLINIKUM AG verantwortlich zeichnete, folgt einem Ruf von außerhalb des Unternehmens.
Mit Hafid Rifi verlässt ein Architekt der modernen Konzernfinanzierung die Asklepios-Gruppe. Der 53-jährige Diplom-Volkswirt und Wirtschaftsprüfer trat bereits 2009 in das Unternehmen ein und stieg 2016 in den Vorstand auf. In seiner zehnjährigen Amtszeit als CFO prägte er die finanzielle Stabilität des Konzerns entscheidend. Zu seinen wichtigsten Meilensteinen zählen die erfolgreiche Kapitalmarktöffnung durch großvolumige Schuldscheinemissionen sowie die finanzielle Strukturierung der strategisch bedeutenden Übernahme der RHÖN-KLINIKUM AG.
Neben der anorganischen Wachstumsstrategie trieb Rifi die digitale Transformation innerhalb der Finanzprozesse voran, insbesondere durch die konzernweite Implementierung von S4/HANA. Auch im Bereich der Nachhaltigkeit setzte er frühzeitig Akzente, indem er ein umfassendes ESG-Reporting etablierte und die Compliance-Strukturen des Unternehmens stärkte. Aufsichtsratsvorsitzender Ivo Schramm würdigte Rifi für sein „außergewöhnliches Engagement“ und betonte, dass Asklepios unter seiner Ägide organisch gewachsen sei, gestützt von einer stets soliden Verschuldungsquote.
Bis eine endgültige Nachfolge für den Schlüsselposten gefunden ist, wird Benedikt Brörmann die Aufgaben interimistisch übernehmen. Brörmann ist derzeit als Konzernbereichsleiter für Corporate Finance & Treasury tätig und verfügt über tiefe Einblicke in die bestehende Finanzstruktur des Konzerns.





