MATERNUS erwartet EBITDA-Sprung nach Standortschließungen
Konzern bleibt im ersten Halbjahr mit 1,9 Millionen Euro im Minus – für 2026 erwartet der Vorstand dennoch 10,9 Millionen Euro EBITDA
Die MATERNUS-Kliniken AG hat Umsatz und Auslastung im ersten Halbjahr 2026 gesteigert und ihren Konzernverlust leicht reduziert. Gleichzeitig setzt der Vorstand für das Gesamtjahr auf deutliche Ergebnisverbesserungen durch Standortschließungen, höhere Vergütungen und eine bessere Auslastung der Rehabilitation.
Der Konzernumsatz erhöhte sich von 59,3 auf 60,6 Millionen Euro, die Auslastung stieg von 81,3 auf 83,6 Prozent. Das EBITDA ging allerdings von 6,7 auf 5,5 Millionen Euro zurück. Unter dem Strich verbesserte sich das Halbjahresergebnis leicht von minus 2,1 auf minus 1,9 Millionen Euro.
Belastend wirkten insbesondere die Personalkosten, die um 2,7 Millionen auf 40,8 Millionen Euro zunahmen.
Vier Millionen Euro jährlicher Liquiditätseffekt erwartet
MATERNUS hatte mehrere Angebote und Standorte aufgegeben, darunter die Bayerwald-Klinik in Cham. Die damit verbundenen Kostensenkungen und der Wegfall negativer Betriebsergebnisse sollen langfristig einen positiven Liquiditätseffekt von rund vier Millionen Euro jährlich erreichen.
Für 2026 erwartet der Vorstand bei 118,5 Millionen Euro Umsatz ein EBITDA von 10,9 Millionen Euro, nach 3,9 Millionen Euro im Vorjahr.
Wachstumspotenzial sieht MATERNUS insbesondere in der Rehabilitation. Die Klinik Bad Oeynhausen soll perspektivisch auf eine Belegung von mehr als 500 Patienten ausgebaut werden. Im ersten Halbjahr stieg die durchschnittliche Belegung bereits von 317 auf 376 Betten.




