LVR-Klinik für Orthopädie Viersen geht in Nettetaler Trägerschaft: Orthopädisches Kompetenzzentrum für die Region
Neubau und Zusammenführung stärken Versorgung und Technologien – Mitarbeitende werden vollständig übernommen
Die LVR-Klinik für Orthopädie Viersen soll künftig unter der Trägerschaft des Nettetaler Krankenhauses weitergeführt werden. Ein unterzeichnetes Vorvertrag definiert das Ziel: die Kompetenzen beider Häuser zu bündeln und ein gemeinsames orthopädisches Kompetenzzentrum der Region zu schaffen.
„Beide Kliniken setzen bereits jetzt auf neueste Technologien und arbeiten in der endoprothetischen Versorgung auf höchstem Niveau“, so Dr. Jochen Neßler, Chefarzt in Viersen. PD Dr. Marcel Haversath aus Nettetal ergänzt: „Wir erweitern unser Portfolio um die Erfahrungswerte, die personellen Ressourcen und beispielsweise das robotische System des jeweils anderen Hauses.“ Ziel sei, Patientinnen und Patienten eine individualisierte orthopädische Therapie zu bieten, bei der standardisierte Stützprozesse eine gleichbleibend hohe Qualität sichern.
Die Übergangsphase soll partnerschaftlich und auf Augenhöhe gestaltet werden. „Wir lernen nicht nur die neuen Kolleginnen und Kollegen kennen, sondern lernen auch voneinander“, betont Neßler. Beide Kliniken erwarten, dass die Zusammenführung der Kompetenzen nach der Übergangszeit reibungslos und effizient gelingt.
Für alle Mitarbeitenden wird ein hochmodernes, zukunftssicheres Arbeitsumfeld geschaffen. Alle Mitarbeiter der orthopädischen Bereiche werden vollständig übernommen, und die Planbetten der LVR-Klinik werden in das neue Kompetenzzentrum integriert. Baumaßnahmen am Nettetaler Standort sollen nach Bewilligung der beantragten Fördermittel eingeleitet werden, voraussichtlich Anfang kommenden Jahres.
Die Grundlage für die Zusammenführung bilden die positiven Ergebnisse der Krankenhausplanung NRW: Das Nettetaler Haus konnte seine Vorstellungen 2022 umsetzen, und die LVR-Klinik Viersen erhielt die Anerkennung als Fachkrankenhaus. Unter dem Dach eines gemeinsamen allgemeinen Krankenhauses sollen sowohl fachlich-medizinische als auch wirtschaftliche Strukturen gestärkt und Risiken reduziert werden. Bis zum endgültigen Standortwechsel arbeiten beide Häuser weiterhin rechtlich selbständig an ihren bisherigen Standorten.




