Landeskrankenhaus (AöR): Gesundheitsminister Clemens Hoch übernimmt Aufsichtsratsvorsitz
Rheinland-pfälzischer Gesundheitsminister kündigt strukturelle Neuaufstellung und Gespräche über Geschäftsführung an

Gesundheitsminister Clemens Hoch zum Aufsichtsratsvorsitzenden bestellt
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Der rheinland-pfälzische Gesundheitsminister Clemens Hoch ist neuer Aufsichtsratsvorsitzender des Landeskrankenhaus. Mit der Personalentscheidung verbindet das Land zugleich die Ankündigung weiterer struktureller Veränderungen. Im Fokus stehen neben der wirtschaftlichen Stabilisierung auch die zukünftige Besetzung der Geschäftsführung.
Hoch folgt auf Nicole Steingaß, Staatssekretärin im Ministerium für Wissenschaft und Gesundheit Rheinland-Pfalz, der er ausdrücklich für die bisherige Arbeit im Aufsichtsrat dankte. Der Minister betonte, dass das Landeskrankenhaus angesichts der bundesweiten Krankenhausreform, der angespannten wirtschaftlichen Situation vieler Kliniken sowie globaler Krisen vor erheblichen Herausforderungen stehe. Gemeinsam mit den rund 5.500 Mitarbeitenden wolle man die internen Prozesse neu aufstellen und die Einrichtung durch die aktuellen Transformationsprozesse führen.
Das Landeskrankenhaus zählt zu den großen Gesundheits- und Versorgungseinrichtungen in Rheinland-Pfalz und ist insbesondere in den Bereichen Psychiatrie, Psychotherapie, Neurologie und Rehabilitation tätig. Die aktuellen Entwicklungen erfolgen vor dem Hintergrund zunehmender wirtschaftlicher Belastungen im Krankenhaussektor sowie wachsender Anforderungen an Struktur- und Versorgungsqualität.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der künftigen Geschäftsführung. Der Vertrag des bisherigen Geschäftsführers Dr. Alexander Wilhelm endet regulär Mitte Mai 2026. Nach Angaben des neuen Aufsichtsratsvorsitzenden bestand bislang keine abschließende rechtliche Klarheit über das Verfahren zur Beurlaubung von Beamten in vergleichbaren Konstellationen. Daher habe der Aufsichtsrat entschieden, nach dem Eintritt Wilhelms in den Ruhestand Gespräche über eine mögliche Weiterbeschäftigung aufzunehmen.
Hoch erklärte, er begrüße eine Fortsetzung der Zusammenarbeit ausdrücklich. Er verwies dabei auf das Vertrauen in die bisherige Geschäftsführung und deren Fähigkeit, notwendige Strukturveränderungen konstruktiv und effizient umzusetzen.





