Ermittlungen wegen Störung der Totenruhe: Kreiskliniken Herford-Bünde nehmen Stellung
Klinikvorstand erläutert Chronologie der Ereignisse – Haus erstattete unmittelbar nach erstem Verdacht Anzeige gegen 39-jährigen Mitarbeiter
Die Kreiskliniken Herford-Bünde sind mit einer detaillierten Aufarbeitung eines schwerwiegenden Vorfalls an die Öffentlichkeit getreten. Am Freitag, den 23. Januar 2026, nahm Vorstandssprecher Thomas Breidenbach offiziell Stellung zu den laufenden Ermittlungen gegen einen 39-jährigen (ehemaligen) Mitarbeiter. Dem Mann wird die Störung der Totenruhe vorgeworfen. Breidenbach betonte dabei die proaktive Rolle der Klinikleitung, die bereits beim Aufkommen des ersten konkreten Verdachts strafrechtliche Schritte eingeleitet hatte.
Wie das Klinikum schilderte, erstreckt sich der Zeitraum der untersuchten Vorfälle über das vergangene halbe Jahr. Sobald Unregelmäßigkeiten im Bereich der Pathologie bzw. des Abschiednahmebereichs intern gemeldet wurden, habe das Haus umgehend Anzeige erstattet, um eine lückenlose polizeiliche Aufklärung zu ermöglichen. Das Klinikum kooperiere vollumfänglich mit den Ermittlungsbehörden, um das Ausmaß der Vorfälle und mögliche Sicherheitslücken zu identifizieren.
In der Pressekonferenz legte der Vorstandssprecher Wert auf die Feststellung, dass das Vertrauen der Angehörigen und die Würde der Verstorbenen für die Kreiskliniken oberste Priorität haben. Der Vorfall habe intern zu einer sofortigen Überprüfung der Zugangsberechtigungen und der Überwachungsprotokolle in den sensiblen Bereichen der Klinik geführt.






