Klinikum Braunschweig steigert Leistung und Umsatz – am Ende bleibt jedoch ein Defizit

Ab 2024 soll das Großkrankenhaus wieder schwarze Zahlen schreiben. Geschäftsführer Dr. Andreas Goepfert spricht bereits von Trendwende

Das Klinikum hatte sich für 2018 hohe Leistungsziele gesteckt, konnte diese aber trotz bestehendem Versorgungsbedarf aufgrund gestiegener Personalkosten und baulicher Belastungen, wie beispielsweise Abschreibungen und Zinsaufwendungen für Fremdkapital nicht erreichen. Ohne Sondereffekte hätte sich das Jahresergebnis sogar auf rund minus 17,5 Millionen Euro belaufen. Mithilfe von Erlössteigerungen durch Ausgleiche aus den Vorjahren sowie einer veränderten Abgrenzungsmethodik ambulanter Leistungen und durch die Auflösung von Rückstellungen, den Verkauf von Anlagevermögen und weitere Sondereffekte konnte das Jahresergebnis um 12,6 Millionen Euro verbessert werden.

Aufsichtsratsvorsitzender Ulrich Markurth, zugleich Braunschweigs Oberbürgermeister, machte Mut und zollte den Beschäftigten des Klinikums Dank und Respekt: „Sie mussten sich mit strukturellen Veränderungen auseinandersetzen. Das beinhaltet immer zusätzliche Belastungen, dabei wird durch den Fachkräftemangel eine hohe Flexibilisierung abgefordert und durch die zunehmende Bürokratisierung geht Zeit am Patienten verloren.“ Zugleich unterstrich Markurth das Postulat der öffentlichen Daseinsvorsorge und verwies auf die Bedeutung des Klinikums als Maximal- und Schwerpunktversorger für die Stadt und die Region.

Trendwende eingeleitet
Eine mittelfristige Trendwende ist eingeleitet worden. Demnach ist u.a. das Programm zur Ergebnisverbesserung „skbs.performance“ gestartet worden. Ziel von skbs.performance sei es, das Know-how aller Mitarbeitenden im Rahmen von Projekten zu nutzen, um Strukturen, Abläufe und Klinikprozesse in den kommenden Jahren zu optimieren und effizienter zu gestalten. Dazu würden alle relevanten Bereiche des Klinikums einer sorgfältigen Analyse unterzogen, um dann in einem weiteren Schritt potenzielle Lösungen und Verbesserungen zu entwickeln und umzusetzen. Zusammen mit der Belegschaft sollen so im Rahmen von mehreren Projekten klinikweite einheitliche Standards und effiziente Abläufe etabliert werden. Am Ende sollen Belastungen systematisch verringert, Investitionsfinanzierungen sichergestellt und Effizienz nachhaltig gesteigert werden. Weitere Potenziale und Synergien sollen von 2023 an durch die Realisierung des Zwei-Standorte-Konzeptes zum Tragen kommen. Dann wird es nach Aufgabe des Standortes Holwedestraße nur noch die Klinikum-Standorte Salzdahlumer Straße und Celler Straße geben – mit einer dadurch deutlich höheren Kosteneffizienz.

In der Prognose ergibt sich so für 2019 ein Jahresergebnis von ca. minus 16,0 Mio. Euro. Das wäre eine Verbesserung gegenüber dem Ergebnis (ohne Sondereffekte) aus operativer Tätigkeit in 2018 um ca. 1,5 Mio. Euro. Dadurch könne der negative Trend gestoppt werden, hieß es weiter. In der Folge sei es Ziel, mit Hilfe eines nachhaltig wirkenden Ergebnisverbesserungsprogramms über die nächsten Jahre das Jahresergebnis ohne Sondereffekte schrittweise zu verbessern, um ab dem Jahr 2024 wieder ein ausgeglichenes Ergebnis zu erreichen, die schwarze Null. […]

Download: Einordnung Jahresabschluss 2018 (PDF, 37KB)

Pressemitteilung: Klinikum Braunschweig

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