Oberlausitz-Kliniken schließen 2025 mit 1,1 Mio. Euro Defizit

Verlust sinkt gegenüber 2024 um rund 2,3 Mio. Euro – Bautzen und Bischofswerda bleiben dennoch in den roten Zahlen

Die Oberlausitz-Kliniken gGmbH hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem Jahresfehlbetrag von 1.102.309,66 Euro abgeschlossen. Der Kreistag des Landkreises Bautzen stellte den Jahresabschluss fest. Die Bilanzsumme beträgt rund 105,8 Millionen Euro.

Damit bleibt der kommunale Klinikverbund mit den Standorten Bautzen und Bischofswerda zwar defizitär, verbessert sein Ergebnis gegenüber dem Vorjahr jedoch deutlich. 2024 hatte der Fehlbetrag noch 3.385.363,24 Euro betragen. Das Minus verringerte sich damit innerhalb eines Jahres um rund 2,28 Millionen Euro beziehungsweise etwa 67 Prozent.

Auch die Sächsische Zeitung berichtet von einer Fortsetzung des Defizits bei gleichzeitig geringerem Verlust. (1)

Wirtschaftliche Konsolidierung bleibt zentrale Aufgabe

Bereits im Beteiligungsbericht für 2024 hatte der Landkreis auf die angespannte wirtschaftliche Situation der Oberlausitz-Kliniken hingewiesen. Der damalige Jahresfehlbetrag von rund 3,4 Millionen Euro lag deutlich über dem ursprünglich geplanten Minus von rund 1,2 Millionen Euro. Als Gegenmaßnahmen wurden unter anderem eine stärkere interne Revision, der Ausbau des Risikomanagements, Wirtschaftlichkeitsprüfungen einzelner Bereiche sowie die Zusammenlegung nicht ausreichend ausgelasteter Stationen genannt. (2)

Gleichzeitig verfolgt der Verbund seine Medizinstrategie 2030 weiter. Dazu gehören Investitionen in spezialisierte Versorgungsangebote und neue medizinische Technik. Für entsprechende Projekte konnten nach Angaben des Landkreises bereits Fördermittel in Höhe von 7,3 Millionen Euro eingeworben werden. Dazu zählen unter anderem OP-Robotik und weitere strukturelle Entwicklungen am Standort Bautzen.

Die Oberlausitz-Kliniken sind vollständig im Besitz des Landkreises Bautzen und betreiben die Krankenhäuser in Bautzen und Bischofswerda. Nach Angaben des Unternehmens stehen insgesamt 505 Betten zur Verfügung, davon 390 in Bautzen und 115 in Bischofswerda. Jährlich werden rund 75.000 Patienten versorgt. (3)

Der Standort Bautzen ist seit Anfang 2024 als Schwerpunktversorger eingestuft. Parallel soll das medizinische Profil des Verbundes weiter spezialisiert und die Rolle beider Standorte langfristig abgesichert werden.