Kliniken Ostalb: Ein Jahr nach Beschluss des Zukunftskonzepts 2035 – greifbare Fortschritte und verlässliche Perspektiven

Transformation des Klinikverbunds auf der Ostalb setzt auf Qualität, Wirtschaftlichkeit und wohnortnahe Versorgung

Ein Jahr nach der Verabschiedung des Zukunftskonzepts 2035 zieht der Klinikverbund Kliniken Ostalb eine positive Zwischenbilanz: Die Umsetzung läuft planmäßig, wichtige Grundlagen wurden gelegt und spürbare Verbesserungen in der Versorgung erreicht. Landrat Dr. Joachim Bläse betont: „Die vergangenen zwölf Monate haben gezeigt, wie notwendig und richtig es war, die Transformation anzustoßen. Während in Berlin noch diskutiert wird, haben wir bereits greifbare Fortschritte erzielt. Unser Ziel bleibt klar: Eine hochwertige, wohnortnahe Krankenhausversorgung in öffentlicher Trägerschaft für alle Menschen im Ostalbkreis.“

Zentrale Elemente des Zukunftskonzepts sind die Konzentration medizinischer Leistungen in Aalen und Mutlangen sowie die Entwicklung von Ellwangen zu einem sektorenübergreifenden Gesundheitsversorger.

  • In Aalen wird das Klinikum zum Notfallschwerpunkt für Herz-, Kopf- und Schwerverletzte ausgebaut. Zentralaufnahme, operative Einheiten und Intensivkapazitäten inklusive Intermediate-Care-Bereich werden erweitert. Eine moderne Neuroradiologie wird die Schlaganfallversorgung auf regionalem Niveau verbessern.
  • Das Stauferklinikum Mutlangen übernimmt die onkologische und endoprothetische Versorgung. Die robotisch assistierte Knie-Endoprothetik wurde bereits erfolgreich eingeführt. Die neue urologische Fachabteilung wird 2026 nach Mutlangen verlegt, um die onkologische Versorgung weiter zu stärken.

In Ellwangen werden stationäre und ambulante Angebote nachhaltig ausgebaut, darunter ein ambulantes OP-Zentrum, ein Durchgangsarzt der Berufsgenossenschaft, Kinder- und Jugendpsychiatrie sowie ambulante Rehabilitationsangebote. Eine dauerhafte Schulstation im Rahmen der Gesundheitsakademie soll die Ausbildung von Pflegefachkräften modernisieren und sichern.

Der geplante Regionalversorger in Essingen nimmt Fahrt auf: Nach Zustimmung des Flächennutzungsplans startete die europaweite Ausschreibung für die Planung. Mitte Dezember 2025 sollen die ersten Entwürfe präsentiert werden. Der Neubau stabilisiert das gesamte Versorgungsnetz für den Ostalbkreis dauerhaft.

Die Kliniken Ostalb werden künftig über standortübergreifende Zuständigkeiten und flachere Hierarchien gesteuert, um Doppelstrukturen abzubauen. Bis zur endgültigen Umsetzung übernimmt Stephan Schneider, bisher Leiter der Kaufmännischen Zentralbereiche, interimistisch den Vorstandsposten und ersetzt Sylvia Pansow, die sich einer neuen beruflichen Aufgabe widmet.

Trotz positiver Entwicklungen bleibt die Ausgangslage strukturell und finanziell herausfordernd. Die Kombination aus medizinischer Leistungskonzentration, baulichen Investitionen und organisatorischen Maßnahmen ist zentral. Ein vereinbarter Sozialplan sichert die Mitarbeitenden ab und schafft Raum für qualifizierte Neuausrichtungen.

Vorstandsvorsitzender Christoph Rieß: „Die Grundlagen sind gelegt. Jetzt gilt es, das Zukunftskonzept konsequent umzusetzen und Versorgung, Qualität und Wirtschaftlichkeit in ein dauerhaft tragfähiges Gleichgewicht zu bringen. Transformation gelingt nur gemeinsam.“