Kliniken Ostalb bündeln medizinische Schwerpunkte und stärken Standort Ellwangen

Zukunftskonzept 2035 sieht Konzentration von Onkologie, Endoprothetik sowie Herz- und Traumaversorgung vor

Die Kliniken Ostalb treiben die Umsetzung ihres Zukunftskonzepts 2035 weiter voran. Wie die Schwäbische Zeitung berichtet, werden medizinische Schwerpunkte künftig gezielt auf einzelne Standorte konzentriert. Ziel ist es, Doppelstrukturen abzubauen, Prozesse zu vereinheitlichen und die Versorgung langfristig wirtschaftlich und qualitativ abzusichern.

Demnach sollen in Mutlangen künftig die Bereiche Onkologie und Endoprothetik gebündelt werden. Aalen wird zum Herz- und Kopfzentrum ausgebaut und fungiert zugleich als zentrale Anlaufstelle für die Traumatologie. Standortübergreifend werden im gesamten Klinikverbund klinische wie administrative Prozesse überprüft und weiter zusammengeführt. In einer Mitteilung heißt es, Doppelstrukturen würden „konsequent weiter“ abgebaut.

Ein zentraler Baustein des Zukunftskonzepts ist die Weiterentwicklung der St.-Anna-Virngrund-Klinik Ellwangen. Der Standort soll zu einem sektorenübergreifenden Gesundheitsversorger ausgebaut werden, der stationäre und ambulante Angebote stärker miteinander verzahnt. Ziel ist es, die Versorgung vor Ort zu stärken und Ellwangen dauerhaft als festen Bestandteil des Klinikverbunds zu sichern.

Kliniken Ostalb: Ein Jahr nach Beschluss des Zukunftskonzepts 2035 – greifbare Fortschritte und verlässliche Perspektiven
Transformation des Klinikverbunds auf der Ostalb setzt auf Qualität, Wirtschaftlichkeit und wohnortnahe Versorgung (06.11.2025)

Die Konzentration medizinischer Leistungen habe zwangsläufig Auswirkungen auf Organisation und Personal an den Standorten. Diese Veränderungen seien Teil einer verantwortungsvollen Umsetzung des Zukunftskonzepts. Die Kliniken Ostalb kündigen an, den Prozess möglichst sozialverträglich zu gestalten und betroffenen Mitarbeitenden, wo immer möglich, Perspektiven innerhalb des Verbunds anzubieten.

Vorstandsvorsitzender Christoph Rieß räumt ein, dass die Veränderungen für viele Beschäftigte belastend seien. Sie seien jedoch notwendig, um die Krankenhausversorgung angesichts der großen strukturellen Herausforderungen zukunftsfähig aufzustellen. Der vom Kreistag 2024 beschlossene Transformationskurs habe hierfür die richtige Grundlage geschaffen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert