Insolvenz: Ketteler Krankenhaus Offenbach vor Aus für die Geburtsmedizin
Geburtshilfe soll im Juli eingestellt werden – Defizit von über einer Million Euro
Das insolvente Ketteler Krankenhaus plant im Rahmen seines Sanierungsverfahrens in Eigenverantwortung die Schließung der Geburtsmedizin. Wie die op-online.de berichtet, werde eine Einstellung der Geburtshilfe bereits zum Juli dieses Jahres erwogen.
Die Entscheidung ist Teil einer strategischen Neuausrichtung der Frauenklinik. Hintergrund sind erhebliche wirtschaftliche Verluste: Die Geburtsmedizin habe zuletzt ein Defizit von über einer Million Euro erwirtschaftet. „Die Zahlen sprechen eine eindeutige Sprache“, erklärte Sanierungsgeschäftsführer Dietmar Eine. Ein Erhalt der Abteilung sei „in der aktuellen Phase der Insolvenz nicht zielführend“.
Nach Angaben der Klinik gelten geburtsmedizinische Abteilungen mit weniger als 800 Geburten pro Jahr als kaum wirtschaftlich tragfähig. Die Zahl der Entbindungen am Standort Offenbach ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich zurückgegangen.






