Helios-Klinik Hünfeld: Geriatrie fehlt in Hessens Leistungsgruppenplanung
Erst im Juli eröffnet, jetzt ohne geplante Zuweisung – Helios prüft vorläufige Bescheide zur künftigen Altersmedizin
Die Zukunft der neu eröffneten Geriatrie an der Helios St. Elisabeth Klinik Hünfeld ist im Zuge der hessischen Krankenhausreform offen. Obwohl die Abteilung erst am 1. Juli 2026 ihren Betrieb aufgenommen hat, ist die Leistungsgruppe Geriatrie in der veröffentlichten Übersicht der beabsichtigten Leistungsgruppenzuweisungen für den Standort nicht enthalten. Für die Klinik sind derzeit acht andere Leistungsgruppen vorgesehen. Eine endgültige Entscheidung steht jedoch noch aus.
Wie OSTHESSEN|NEWS berichtet, betrifft die vorläufige Planung unter anderem die Allgemeine Innere Medizin, Allgemeine Chirurgie, komplexe periphere arterielle Gefäße, Hüft- und Knieendoprothetik, Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde sowie Intensiv- und Palliativmedizin. Die Leistungsgruppe Geriatrie ist dagegen für andere Krankenhäuser der Region vorgesehen, darunter das Herz-Jesu-Krankenhaus Fulda und die Main-Kinzig-Kliniken in Schlüchtern.
Endgültige Leistungsgruppenentscheidungen im Dezember
Das hessische Gesundheitsministerium hatte am 2. Oktober die vorläufigen Leistungsgruppenzuweisungen vorgestellt. Grundlage sind rund 1.800 Anträge der Krankenhäuser, die unter anderem anhand der bundesrechtlichen Qualitätsanforderungen und des regionalen Versorgungsbedarfs bewertet wurden.
Die Krankenhäuser können im laufenden Anhörungsverfahren zu den vorgesehenen Entscheidungen Stellung nehmen. Die endgültigen Bescheide sollen im Dezember 2026 ergehen. Für Hünfeld bleibt damit zunächst offen, ob die Geriatrie bei der abschließenden Planung noch berücksichtigt wird.







