Geno-Finanzloch könnte auf mehr als 20 Millionen Euro steigen
Gesundheitssenatorin Bernhard spricht von „erdrückender Aussicht“ – Finanzbedarf soll bis Ende 2028 deutlich erhöht bleiben
Das erwartete Defizit des Bremer Klinikverbunds Gesundheit Nord (Geno) könnte noch höher ausfallen als die bislang genannten rund 20 Millionen Euro. Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard rechnet nach einem Bericht von buten un binnen mit einem größeren Finanzloch und bezeichnet die Perspektive auch mit Blick auf 2027 als „erdrückende Aussicht“.
Die finanzielle Lage der vier kommunalen Krankenhäuser in Bremen verschärft sich. Die Geno-Geschäftsführung hatte das Gesundheitsressort über ein bis zum Jahresende erwartetes Defizit von rund 20 Millionen Euro informiert. Nach Angaben Bernhards könnte der tatsächliche Fehlbetrag jedoch darüber liegen.
Die Senatorin erklärte zugleich, selbst erst seit kurzer Zeit über die Entwicklung informiert zu sein. Auch für 2027 lasse sich derzeit noch nicht abschätzen, wie hoch das Defizit ausfallen werde.
Als wesentlichen Kostentreiber nennt die Geno stark gestiegene Preise für medizinische Materialien. Veränderte Lieferketten und höhere Rohstoffpreise hätten teilweise Kostensteigerungen von bis zu 80 Prozent verursacht. Diese Mehrbelastungen könnten durch die Erlöse der Kliniken nicht ausgeglichen werden.




