Führungswechsel am Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum: Gudrun Kappich nach 22 Jahren verabschiedet

Langjährige Geschäftsführerin geht in den Ruhestand – Christine Rautenberg übernimmt die Verantwortung für die weitere Entwicklung des Klinikums

Mit dem Staffelstab übergab Gudrun Kappich (links) auch ihre Warnweste für Notfallsituationen im Krankenhaus an ihre Nachfolgerin Christine Rautenberg.
Foto: Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum

Nach mehr als zwei Jahrzehnten an der Spitze des Dietrich-Bonhoeffer-Klinikums ist Geschäftsführerin Gudrun Kappich in den Ruhestand verabschiedet worden. Zahlreiche Mitarbeitende, Wegbegleiter und Gäste würdigten die langjährige Klinikmanagerin, die insgesamt mehr als 40 Jahre im Krankenhaus tätig war.

Wie das Klinikum mitteilt, hat Kappich die Entwicklung des Hauses über 22 Jahre maßgeblich geprägt. Ihre Nachfolgerin Christine Rautenberg, die bislang als Verwaltungsdirektorin tätig war, würdigte insbesondere ihre Klarheit, Beharrlichkeit und ihren persönlichen Einsatz für die Patientinnen und Patienten.

„Mit ihrer Klarheit, Beharrlichkeit, ihrem Kampfgeist und einem großen Herzen hat sie immer zum Wohle der Patienten gewirkt und viele Spuren hinterlassen“, erklärte Rautenberg im Rahmen der Verabschiedung.

Auch die Ministerin für Soziales, Gesundheit und Sport, Stefanie Drese, würdigte die Arbeit der scheidenden Geschäftsführerin. Besonders hervorgehoben wurde Kappichs Einsatz für eine verlässliche medizinische Versorgung im ländlichen Raum. Dabei habe sie sich nicht gescheut, auch kritische Positionen einzunehmen, wenn es um die zukünftige Sicherstellung der Gesundheitsversorgung ging. Ihr langjähriges Wirken steht damit auch für die Herausforderungen, denen Krankenhäuser außerhalb großer Ballungsräume gegenüberstehen.

Im Rahmen der Verabschiedung übergab Ministerin Drese einen Förderbescheid über rund 30,2 Millionen Euro aus Bundes- und Landesmitteln. Die Fördermittel sind für die Modernisierung und Erweiterung der Zentralen Notaufnahme des Dietrich-Bonhoeffer-Klinikums vorgesehen. Geplant ist die Weiterentwicklung zu einem Integrierten Notfallzentrum. Das Projekt soll die Strukturen der Notfallversorgung verbessern und die räumlichen Engpässe der bisherigen Notaufnahme beseitigen. Das Klinikum wartet bereits seit mehreren Jahren auf die Fördermittel. Das Gesamtvolumen der Investition beläuft sich auf mehr als 40 Millionen Euro. Eine Finanzierungslücke von rund zehn Millionen Euro muss das Haus nach eigenen Angaben selbst schließen.

Neue Geschäftsführung vor strategischen Herausforderungen

Mit dem Wechsel an der Spitze des Klinikums übernimmt Christine Rautenberg die Verantwortung für die weitere strategische Entwicklung des Hauses. Zu den zentralen Aufgaben gehören neben der Umsetzung des Investitionsprojekts auch die wirtschaftliche Stabilisierung und die Weiterentwicklung der Versorgungsstrukturen vor dem Hintergrund der Krankenhausreform. Der Führungswechsel markiert damit eine neue Phase für das Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum. Gleichzeitig steht er für den Übergang von einer langjährigen Ära hin zu neuen Herausforderungen im Krankenhausmanagement.

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