FREIE WÄHLER warnen vor möglichem Aus des Krankenhauses Remagen

Parlamentarische Gruppe fordert Landesregierung zu schnellen Maßnahmen zur Sicherung der stationären Versorgung auf

Nach dem Scheitern der Übernahmeverhandlungen für das Akutkrankenhaus Maria Stern in Remagen wächst der Druck auf die Landesregierung Rheinland-Pfalz. Die FREIEN WÄHLER sehen die stationäre Versorgung im nördlichen Landesteil gefährdet und fordern umgehend politische Maßnahmen zur Stabilisierung des Klinikstandorts.

Ausgangspunkt ist die gescheiterte Übernahme des Krankenhauses Remagen, das zusammen mit dem Standort Linz ein Verbundkrankenhaus mit insgesamt 326 Betten bildet. Die FREIEN WÄHLER kritisieren, die Entwicklungen seien nicht überraschend gekommen und bereits frühzeitig absehbar gewesen. Helge Schwab betont, man habe bereits vor Jahren auf eine auskömmliche Finanzierung hingewiesen und auf steigende Personal- und Betriebskosten aufmerksam gemacht. Er spricht von vermeidbaren Problemen und einer Landesregierung, die „offenbar […] von den Insolvenzen überrascht“ werde.

Inhaltlich richtet sich die Kritik zudem gegen eine Strukturpolitik, die Krankenhäuser vor allem über Fallzahlen und Bettenkapazitäten bewertet. Auch Fusionen oder Privatisierungen seien keine verlässliche Absicherung für Standorte mit Versorgungsauftrag. Die FREIEN WÄHLER argumentieren, Flächenversorgung sei grundsätzlich keine privatwirtschaftlich abbildbare Aufgabe.

Besondere Sorgen richten sich auf die Zukunft des Standorts Linz. Eine mögliche Schließung in Remagen könne nach Einschätzung der FREIEN WÄHLER auch dort zu erheblichen Risiken führen. Deshalb fordern sie, den Standort Linz gezielt zu stärken und die Versorgung im nördlichen Rheinland-Pfalz dauerhaft abzusichern.