DRK-Klinikum Saarlouis beantragt Insolvenz in Eigenverwaltung

Krankenhausbetrieb läuft uneingeschränkt weiter – Generalbevollmächtigter nennt Altlasten und unvorhergesehene Ereignisse als Gründe

Der Träger des DRK-Klinikums Saarlouis hat einen Antrag auf Einleitung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung gestellt. Das teilte der eingesetzte Generalbevollmächtigte Dennis Blank dem Saarländischen Rundfunk (SR) mit. Trotz des laufenden Verfahrens betonte Blank, dass der Krankenhausbetrieb ohne Einschränkungen für Patienten und Mitarbeitende fortgeführt werde.

Gesundheitsminister Magnus Jung kommentiert: „Das DRK Krankenhaus in Saarlouis ist eine wichtige Einrichtung in der Versorgung, die gute medizinische und pflegerische Arbeit leistet.“

Der Minister weist darauf hin, dass das Krankenhaus nach dem Ausscheiden aus der bisherigen Konzernstruktur und dem Einstieg neuer Gesellschafter im Juni vor besonderen wirtschaftlichen Herausforderungen stehe. „Dass nur wenige Monate später heute ein Insolvenzantrag in Eigenverwaltung gestellt wurde, kann eine Chance für den Standort sein“, betont Jung.

Im Zuge der Umsetzung der Krankenhausreform bleibe das Ministerium im Gespräch mit den Verantwortlichen. „Anschließend sind wir in der Lage, die neue wirtschaftliche Situation in unserem Gesamtkonzept für eine zukunftssichere Krankenhauslandschaft im Saarland zu berücksichtigen. Außerdem werden wir zeitnah prüfen, was die Entwicklung im Rahmen der Krankenhausplanung im Kreis Saarlouis bedeutet, da sich die Erwartungen der Gesellschafter scheinbar nicht realisiert haben“, so Jung weiter.