Perkutane Koronarintervention (PCI) und Renale Denervierung 2026
Kodierung und Vergütung in der stationären und nicht-stationären Versorgung 2026 inkl. Hybrid-DRG
Mit Blick auf die Weiterentwicklung des aG-DRG-Systems und die zunehmende Ambulantisierung hat Medtronic eine aktualisierte Orientierungshilfe zur Kodierung und Vergütung perkutaner Koronarinterventionen (PCI) und der renalen Denervierung für das Jahr 2026 veröffentlicht. Die Broschüre adressiert insbesondere die Auswirkungen neuer Hybrid-DRGs auf die stationäre und nicht-stationäre Versorgung.
Die perkutane Koronarintervention gehört zu den häufigsten invasiven kardiologischen Verfahren und ist damit unmittelbar von den Veränderungen im DRG-System betroffen. Die Integration von Hybrid-DRGs zielt darauf ab, bislang strikt getrennte Versorgungsbereiche stärker zu verzahnen. Leistungen, die sowohl ambulant als auch stationär erbracht werden können, sollen künftig einheitlicher vergütet werden.
Die aktualisierte Systematik umfasst neben den klassischen OPS-Kodes für koronare Interventionen auch neue Abbildungsmöglichkeiten für hybride Versorgungsformen. Ergänzend spielen Zusatzentgelte weiterhin eine zentrale Rolle, insbesondere bei kostenintensiven Materialien wie Stents oder speziellen Kathetersystemen. Gleichzeitig werden die Anforderungen an die Kodierqualität erhöht, da die korrekte Abbildung der Prozeduren entscheidend für die Erlössicherung bleibt.
Auch die renale Denervierung, ein spezialisiertes Verfahren zur Behandlung therapierefraktärer Hypertonie, wird im Kontext der neuen Vergütungsstrukturen neu eingeordnet. Die Kombination aus differenzierter Prozedurenkodierung und potenzieller Einbindung in hybride Vergütungsmodelle eröffnet zusätzliche, aber zugleich komplexere Abrechnungspfade.




