Bayern setzt Krankenhausunterstützung 2026 fort – 7-Punkte-Plan, Gutachten und höhere Investitionsförderung
Judith Gerlach bekräftigt Fortführung des 7-Punkte-Plans und erhöhten Investitionsrahmen für 2026
Bayerns Gesundheitsministerium will die Krankenhäuser auch im kommenden Jahr intensiv bei den strukturellen Herausforderungen unterstützen. Darauf hat Gesundheitsministerin Judith Gerlach hingewiesen. Sie erklärte: „2025 konnten wir vielen Kliniken mit Gutachten und Regionalkonferenzen zur Seite stehen. Diesen Kurs werden wir 2026 konsequent und dauerhaft fortsetzen.“
Nach Angaben der Ministerin sei der Anpassungsdruck auf die Krankenhäuser im Jahr 2025 weiter gestiegen – unter anderem durch Personalmangel, unzureichend refinanzierte Betriebskostensteigerungen und die Krankenhausreform. Bayern habe sich daher für Nachbesserungen auf Bundesebene eingesetzt. Bereits seit Längerem befindet sich Bayern in der Umsetzung der Krankenhausreform. Vom 1. September bis 30. November 2025 konnten Kliniken über eine digitale Plattform Anträge auf Zuweisung von Leistungsgruppen stellen. Der Medizinische Dienst wurde nun mit der Prüfung der Qualitätsvoraussetzungen beauftragt. Diese soll laut Ministerium bis spätestens 31. Juli 2026 abgeschlossen sein. Anschließend werde die Zuweisung der Leistungsgruppen vorgenommen.
Ein wesentlicher Rahmen dafür ist der 7-Punkte-Plan, den Bayern im Oktober 2024 beschlossen hat. Vier Punkte seien bereits vollständig umgesetzt – darunter das Gutachten zur Patientenprognose sowie ein digitales Planungstool für die Kliniken. Zudem stehen Leitplanken für Strukturentscheidungen sowie angepasste Förderrichtlinien zur Verfügung. Drei weitere Punkte des Plans stellen fortlaufende Unterstützungsangebote dar: regionale Dialogformate, politische Begleitung vor Ort sowie vom Freistaat finanzierte Strukturgutachten. Nach Ministeriumsangaben wurden bereits 30 Gutachtenanträge gestellt, die rund 120 Krankenhäuser betreffen. Gerlach betonte: „Wir lassen unsere Kliniken in Bayern nicht allein – das ist für uns selbstverständlich.“
In zahlreichen Regionen fanden darüber hinaus Regionalkonferenzen und Dialoggespräche statt, unter anderem in Würzburg, Augsburg, Starnberg, Deggendorf und Straubing sowie weiteren Standorten in Zusammenarbeit mit lokalen Akteuren. Mit Blick auf die Investitionsfinanzierung hob Gerlach die Bedeutung moderner Strukturen hervor. Der Freistaat plane, die Investitionskostenförderung für 2026 auf 900 Millionen Euro zu erhöhen, davon 100 Millionen Euro aus dem Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität – vorbehaltlich eines Beschlusses des Bayerischen Landtags. „Bayern bleibt ein aktiver und verlässlicher Partner der Kliniken“, so die Ministerin.






