Aktionsbündnis Patientensicherheit: Dr. Heidemarie Haeske-Seeberg übernimmt den Vorsitz

Neuer Vorstand des Aktionsbündnis Patientensicherheit in Berlin gewählt – Fokus auf politische Präsenz und Praxistransfer

Foto Dr. Heidemarie Haeske-Seeberg

Dr. Heidemarie Haeske-Seeberg ist neue Vorstandsvorsitzende und bringt langjährige Expertise in Patientensicherheit sowie Qualitäts- und Risikomanagement mit.
Foto: Aktionsbündnis Patientensicherheit e. V.

Das Aktionsbündnis Patientensicherheit e. V. (APS) stellt sich personell neu auf. Im Rahmen einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am 17. April 2026 in Berlin wurde ein neuer Vorstand gewählt, der die strategische Ausrichtung des Vereins in den kommenden Jahren maßgeblich prägen wird. An der Spitze steht künftig Dr. Heidemarie Haeske-Seeberg als Vorsitzende, flankiert von Prof. Dr. Albrecht Stier und Dr. Franziska Diel. Das Gremium hat sich zum Ziel gesetzt, die Patientensicherheit noch stärker als bisher in den Fokus von Politik und Öffentlichkeit zu rücken.

Mit der Wahl vollzieht das APS einen Generations- und Führungswechsel in einer für die Gesundheitswirtschaft entscheidenden Phase. Der geschäftsführende Vorstand vereint künftig unterschiedliche Perspektiven des Sektors: Mit Dr. Heidemarie Haeske-Seeberg übernimmt eine erfahrene Expertin für Qualitätsmanagement den Vorsitz. Unterstützt wird sie von Prof. Dr. Albrecht Stier als stellvertretendem Vorsitzenden und Dr. Franziska Diel in der Rolle der Generalsekretärin. Ergänzt wird das Führungsteam durch sechs Beisitzer:innen, die die interdisziplinäre Expertise des Bündnisses sicherstellen sollen.

Das APS, das im April 2005 gegründet wurde, gilt als die zentrale Plattform für Patientensicherheit in Deutschland. Mit fast 800 Mitgliedern – von Einzelpersonen bis hin zu großen institutionellen Verbänden – deckt der Verein die gesamte Bandbreite des Gesundheitswesens ab. Das Besondere am APS ist die Arbeitsweise: In ehrenamtlichen Fachgruppen werden Handlungsempfehlungen „aus der Praxis für die Praxis“ entwickelt, die als Goldstandard für sichere Abläufe in Kliniken und Pflegeeinrichtungen gelten. Die hauptamtliche Geschäftsstelle koordiniert diese Ergebnisse und übersetzt sie in gesundheitspolitische Forderungen.

Ein wesentlicher Erfolg der bisherigen Arbeit des APS ist die Etablierung des Welttags der Patientensicherheit (17. September), der ursprünglich auf eine Initiative des Vereins zurückgeht und mittlerweile von der WHO global ausgerufen wird. Der neue Vorstand steht nun vor der Aufgabe, bewährte Initiativen fortzuführen und gleichzeitig neue Impulse zu setzen, um die Sicherheit der Menschen in der medizinischen und pflegerischen Versorgung angesichts zunehmender Digitalisierung und des Fachkräftemangels stabil zu halten.

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