Uniklinikum Würzburg und Klinikum Bamberg kooperieren im Kampf gegen Antibiotika-Resistenzen

Mainfränkisches Netzwerk AMS-MAN wächst weiter

Die Antimicrobial Stewardship Arbeitsgruppe (AMS) am Uniklinikum Würzburg (UKW) setzt sich für den rationalen und verantwortungsvollen Einsatz von Antibiotika ein. Nun ist das Klinikum Bamberg dem mainfränkischen Antimicrobial Stewardship Netzwerk (AMS-MAN) beigetreten, um die Verschreibungspraxis weiter zu optimieren und Resistenzen einzudämmen.

Dr. Güzin Surat, Leiterin des AMS-Netzwerks, berät die kooperierenden Krankenhäuser regelmäßig vor Ort. Bei Antibiotika-Visiten werden Indikationen geprüft, mikrobiologische Befunde bewertet und Therapieempfehlungen erarbeitet. Ziel ist es, den bestmöglichen Behandlungserfolg mit geringstem Risiko für Resistenzen zu gewährleisten.

Die WHO stuft Antibiotika-Resistenzen als eine der zehn größten globalen Gesundheitsgefahren ein. Die Bundesregierung reagierte mit der Deutschen Antibiotika-Resistenzstrategie (DART 2020) und Änderungen im Infektionsschutzgesetz. Das AMS-Netzwerk leistet hierzu auf regionaler Ebene einen entscheidenden Beitrag.

Das UKW weist bereits einen niedrigen Antibiotikaverbrauch auf und bringt seine Expertise nun auch ins Klinikum Bamberg ein. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Infektiologen, Apothekern und Mikrobiologen verbessert die Versorgung nachhaltig.

Seit der ersten Kooperation mit der Klinik Kitzinger Land im Jahr 2020 haben sich bereits mehrere Häuser angeschlossen, darunter die Main-Klinik Ochsenfurt und die Haßberg-Kliniken. Mit der Sozialstiftung Bamberg wächst das Netzwerk weiter, um langfristig Antibiotika-Resistenzen und Kollateralschäden zu reduzieren.