Robert Gleitz übernimmt Geschäftsführung des Arbeitskreises Gesundheit

Rechtsanwalt folgt nach fast zwei Jahrzehnten auf Ingo Dörr – Verband will Digitalisierung und Unterstützung der Rehakliniken ausbauen

Beim Arbeitskreis Gesundheit e.V. gibt es einen Wechsel an der Spitze: Zum 1. September 2026 übernimmt Robert Gleitz die Geschäftsführung des Rehaklinik-Verbandes. Er folgt auf Ingo Dörr, der die Organisation fast zwei Jahrzehnte geführt hat. Gleitz will neben der bisherigen Fallberatung insbesondere digitale Angebote und die Unterstützung der Mitgliedskliniken bei Zukunftsprojekten weiterentwickeln.

Rechtsanwalt Robert Gleitz

Rechtsanwalt Robert Gleitz ist ab dem 01.09.2026 neuer Geschäftsführer des Arbeitskreis Gesundheit e. V.
Foto: GLEITZ & KOLLEGEN Rechtsanwälte

Der Arbeitskreis Gesundheit e.V. hat zum 1. September 2026 seine Geschäftsführung neu besetzt. Der Leipziger Rechtsanwalt Robert Gleitz übernimmt die Leitung von Ingo Dörr, der den Verband nahezu zwei Jahrzehnte als Geschäftsführer geprägt hat.

Gleitz ist seit mehreren Jahren als Rechtsanwalt im Medizin- und Sozialrecht tätig. Als Kanzleiinhaber bringt er nach Angaben des Verbandes zudem unternehmerische Erfahrung sowie Kenntnisse aus der Verbandsarbeit mit.

Der Arbeitskreis Gesundheit ist ein gemeinnütziger Zusammenschluss von Rehabilitationskliniken. Zu seinen Aufgaben gehören unter anderem die Information von Patienten, Ärzten, Selbsthilfegruppen und Sozialdiensten über medizinische Vorsorge- und Rehabilitationsmaßnahmen sowie die damit verbundenen gesetzlichen Ansprüche.

Unter der neuen Geschäftsführung soll die Unterstützung der angeschlossenen Rehakliniken weiter ausgebaut werden. Neben der individuellen Fallberatung will der Verband seine Mitglieder verstärkt bei Zukunftsprojekten begleiten. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Digitalisierung. Weiterentwickelt werden soll unter anderem der sogenannte Reha-Generator, eine KI-gestützte Anwendung zur Unterstützung von Antragsverfahren gegenüber gesetzlichen Krankenkassen und der Deutschen Rentenversicherung.

Darüber hinaus sollen die Gespräche mit Kostenträgern thematisch erweitert werden. Fortgeführt werden soll auch die zentrale Annahmestelle nach dem Hinweisgeberschutzgesetz, mit der der Verband den Verwaltungsaufwand seiner Mitgliedskliniken reduzieren will.

Mit dem Führungswechsel endet eine fast zwei Jahrzehnte dauernde Amtszeit von Ingo Dörr. In dieser Zeit entwickelte der Arbeitskreis Gesundheit sein Tätigkeitsfeld deutlich weiter. Ausgehend von einem ursprünglich vor allem auf ein gedrucktes Klinikverzeichnis ausgerichteten Angebot kamen unter anderem Patientenberatungen, Gespräche mit Kostenträgern und gesundheitspolitische Aktivitäten hinzu. Der Verband verweist in diesem Zusammenhang auch auf seine Beteiligung an Initiativen im Bereich der medizinischen Rehabilitation.

Eine besondere Rolle spielen weiterhin die Kontakte zu den Sozialdiensten der Krankenhäuser, die unter anderem über Sozialdiensttagungen gepflegt werden.

Georg M. Freund, Vorstandsvorsitzender des Arbeitskreises Gesundheit, dankte Dörr für die langjährige Zusammenarbeit und begrüßte zugleich den neuen Geschäftsführer. Gleitz übernehme die Leitung in einer wirtschaftlich anspruchsvollen Phase für die Rehabilitation.

Mit dem Wechsel verbindet der Verband daher neben personeller Kontinuität auch eine strategische Weiterentwicklung: Die Interessenvertretung der Rehakliniken soll stärker mit digitalen Angeboten, Unterstützung bei administrativen Prozessen und neuen Projekten für die Mitgliedseinrichtungen verbunden werden.