Kreiskliniken Herford-Bünde: Streit um Outsourcing der Reinigung eskaliert
Personalrat warnt vor Hygienemängeln – Vorstand verteidigt Auslagerungspläne als wirtschaftliche Notwendigkeit
Die geplanten Strukturveränderungen bei den Kreiskliniken Herford-Bünde sorgen für Unruhe innerhalb der Belegschaft. Im Zentrum der Debatte steht das geplante Outsourcing der Krankenhausreinigung. Während der Personalrat eindringlich vor Hygieneprobleme durch externe Dienstleister warnt, weist der Vorstand diese Bedenken entschieden zurück. Die Klinikleitung sieht in der Auslagerung einen notwendigen Schritt zur wirtschaftlichen Konsolidierung, ohne dabei die hygienischen Standards zu gefährden.
Der Konflikt um die zukünftige Ausrichtung der Reinigungsleistungen an den Standorten Herford und Bünde hat eine neue Eskalationsstufe erreicht. Wie die Neue Westfälische berichtet, befürchtet die Arbeitnehmervertretung der Kreiskliniken, dass die Qualität der Krankenhaushygiene unter einer Auslagerung an externe Firmen leiden könnte. Der Personalrat verweist dabei auf das Risiko einer Zunahme von Krankenhaus-Keimen, da externe Kräfte oft unter hohem Zeitdruck arbeiteten und weniger eng in die internen Klinikabläufe eingebunden seien als festangestelltes Personal. Die Sorge: Ein Qualitätsverlust in der Reinigung könnte die Patientensicherheit unmittelbar gefährden.
Der Vorstand der Kreiskliniken Herford-Bünde widerspricht dieser Darstellung jedoch deutlich. Aus Sicht der Klinikleitung gibt es keinen kausalen Zusammenhang zwischen dem Outsourcing der Reinigung und einer Verschlechterung der hygienischen Situation.




