Klinikum Bielefeld beruft neuen Aufsichtsrat nach 26 Jahren
Vincenzo Copertino übernimmt Vorsitz – strategische Weichenstellung für Universitätsklinikum OWL

Der neu gewählte Aufsichtsrat des Klinikums Bielefeld mit dem neuen Vorsitzenden Vincenzo Copertino (4.v.l.).
Foto: Klinikum Bielefeld
Das Klinikum Bielefeld hat einen neuen Aufsichtsrat gewählt und damit einen langjährigen Führungswechsel vollzogen. Nach 26 Jahren gibt Detlef Werner den Vorsitz ab, der künftig von Vincenzo Copertino übernommen wird. Ziel ist die Fortsetzung der strategischen Entwicklung im Verbund des Universitätsklinikums OWL.
Im Rahmen einer turnusmäßigen Neuwahl hat das Klinikum Bielefeld seinen Aufsichtsrat umfassend neu aufgestellt. Insgesamt wurden 18 Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Gesundheitswesen in das Gremium berufen. Mit der Neubesetzung wird die strategische Weiterentwicklung des Hauses im Verbund des Universitätsklinikums OWL fortgeführt.
Eine zentrale Veränderung betrifft den Vorsitz des Aufsichtsrates. Nach 26 Jahren im Amt übergibt Detlef Werner die Leitung an Vincenzo Copertino, der dem Gremium bereits seit 2014 angehört. Der Wechsel markiert einen bedeutenden Einschnitt in der Governance-Struktur des Klinikums und steht zugleich für Kontinuität in der strategischen Ausrichtung.
Der neue Aufsichtsrat wird die Geschäftsführung weiterhin bei zentralen Entscheidungen begleiten und Impulse für Innovation, Strukturentwicklung und wirtschaftliche Stabilität setzen. Im Fokus stehen dabei insbesondere die Sicherung einer hochwertigen medizinischen Versorgung, die Weiterentwicklung moderner Versorgungsstrukturen sowie die Positionierung des Klinikums als attraktiver Arbeitgeber im regionalen Wettbewerb um Fachkräfte.
Der neue Vorsitzende Copertino betonte die Bedeutung des Klinikums als zentralen Versorgungsanker in der Region. Gemeinsam mit der Geschäftsführung solle die strategische Entwicklung weiter vorangetrieben und auf die Herausforderungen im Gesundheitswesen reagiert werden. Das Klinikum sieht sich dabei als Teil eines größeren universitären Verbundes, der Forschung, Lehre und Versorgung miteinander verknüpft.
Auch die Geschäftsführung würdigte die Leistungen des scheidenden Vorsitzenden. Unter seiner Mitwirkung seien in den vergangenen Jahrzehnten zentrale Strukturentscheidungen umgesetzt worden. Dazu zählen unter anderem die Entwicklung des Klinikums hin zu einem Universitätsstandort sowie der Ausbau spezialisierter Versorgungszentren. Diese Maßnahmen hätten die medizinische Leistungsfähigkeit nachhaltig gestärkt.

Für die Stärkung der medizinischen Versorgung in Bielefeld (v. l.): Prof. Dr. med. Annegret Kuhn, MBA (Medizinische Geschäftsführerin), Michael Ackermann (Kaufmännischer Geschäftsführer), Michael Weber (Gesellschaftervertreter Stadt Bielefeld), Vincenzo Copertino (Aufsichtsratsvorsitzender) und Thomas Tappe (Gesellschaftervertreter Stadt Halle/Westf.).
Foto: Klinikum Bielefeld
Besondere Aufmerksamkeit erhielt zudem das Engagement für die Mitarbeitenden. In seine Amtszeit fallen verschiedene Maßnahmen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen, darunter flexible Arbeitszeitmodelle und Regelungen zur finanziellen Anerkennung während der Corona-Pandemie. Diese Aspekte werden als wichtiger Bestandteil der Personal- und Organisationsentwicklung gewertet.
Mit der Neubesetzung des Aufsichtsrates verfolgt das Klinikum das Ziel, die eingeschlagene Entwicklungsstrategie konsequent fortzuführen und gleichzeitig neue Impulse für Innovation und Effizienz zu setzen. In einem zunehmend komplexen gesundheitspolitischen Umfeld gewinnt die enge Verzahnung von Aufsicht und Geschäftsführung dabei weiter an Bedeutung.






