Andreas Latz verstärkt Geschäftsführung von ze:roPRAXEN

Langjähriger Klinik-CFO übernimmt kaufmännische Führung und soll Wachstum sowie sektorenübergreifende Versorgung vorantreiben

Foto Andreas Latz

Andreas Latz verstärkt seit August 2026 die Geschäftsführung von ze:roPRAXEN. Als kaufmännischer Geschäftsführer soll er insbesondere die strategische und wirtschaftliche Weiterentwicklung des ambulanten Gesundheitsverbunds vorantreiben.
Foto: BBT-Gruppe

ze:roPRAXEN erweitert seine Geschäftsführung: Andreas Latz hat zum 1. August 2026 die Position des kaufmännischen Geschäftsführers übernommen. Gemeinsam mit dem ärztlichen Geschäftsführer Dr. Christian Kuhn soll er die strategische und wirtschaftliche Weiterentwicklung des ambulanten Gesundheitsverbunds in der Metropolregion Rhein-Neckar gestalten.

Mit der Erweiterung der Geschäftsführung reagiert ze:roPRAXEN auf das Wachstum des Verbunds und die zunehmenden Anforderungen an sektorenübergreifende Versorgungsstrukturen. Neben dem Ausbau der ambulanten Angebote rücken Kooperationen mit Krankenhäusern und anderen regionalen Partnern sowie die Entwicklung neuer Versorgungsmodelle stärker in den Fokus.

Zur Geschäftsführung gehört zudem Dr. Manfred Schmitt. Als stellvertretender Geschäftsführer soll er schwerpunktmäßig die Weiterentwicklung des Bereichs Nephrologie begleiten.

Andreas Latz verfügt über umfangreiche Führungserfahrung im Gesundheitswesen. Zuletzt war er nach Angaben von ze:roPRAXEN 18 Jahre als Chief Financial Officer (CFO) einer großen freigemeinnützigen Klinikgruppe tätig. Dort verantwortete er die wirtschaftliche Steuerung eines Konzerns mit rund 17.000 Beschäftigten und mehr als 100 Gesellschaften. Seine bisherigen Tätigkeitsschwerpunkte lagen insbesondere in der strategischen Unternehmensentwicklung, Finanzierung und Organisationssteuerung sowie in der Begleitung von Wachstums- und Veränderungsprozessen. Damit bringt Latz Erfahrungen aus dem stationären Krankenhaussektor in einen Gesundheitsverbund ein, dessen Schwerpunkt auf der ambulanten Versorgung liegt.

ze:roPRAXEN setzt auf Ambulantisierung und Kooperation mit Kliniken

Die Erweiterung der Geschäftsführung steht zugleich im Zusammenhang mit der zunehmenden Ambulantisierung der Gesundheitsversorgung. Nach Einschätzung des Aufsichtsrats von ze:roPRAXEN werden künftig immer mehr bislang stationär erbrachte Leistungen in ambulante Strukturen verlagert.

„Die Zukunft der Versorgung ist ambulant“, erklärt Prof. Dr. Peter Rohmeiß, Vorsitzender des Aufsichtsrats. Gleichzeitig werde die Versorgung zunehmend hybrid und erfordere eine enge Zusammenarbeit mit Krankenhäusern.

Auch der ärztliche Geschäftsführer Dr. Christian Kuhn sieht in der Erfahrung von Latz aus dem Kliniksektor einen Vorteil. Die Verbindung der Perspektiven aus stationärer und ambulanter Versorgung soll dazu beitragen, neue Versorgungskonzepte zu entwickeln.

Wachstum und regionale Vernetzung im Fokus

Latz selbst kündigt an, den Verbund aus eigener Kraft weiterentwickeln und neue Kooperationen aufbauen zu wollen. Dabei soll insbesondere der Austausch mit Krankenhäusern, Krankenkassen, Kommunen und weiteren regionalen Partnern intensiviert werden.

Für ze:roPRAXEN geht es damit nicht allein um organisatorisches Wachstum. Der Verbund will sich stärker an der Entwicklung sektorenübergreifender Versorgungsstrukturen beteiligen und die ambulante Gesundheitsversorgung in der Metropolregion Rhein-Neckar aktiv mitgestalten.

Die Berufung von Latz unterstreicht dabei auch eine Entwicklung, die für das Klinikmanagement zunehmend relevant wird: Mit der Verlagerung von Leistungen aus dem Krankenhaus in den ambulanten Bereich gewinnen Kooperationen zwischen Kliniken, MVZ- und Praxisstrukturen sowie regionalen Gesundheitsnetzwerken weiter an Bedeutung.

Die ze:roPRAXEN zählen zu den größten ambulanten Gesundheitsversorgern in der Metropolregion Rhein-Neckar. Der Verbund umfasst mehr als 30 haus- und fachärztliche Medizinische Versorgungszentren sowie Dialysezentren an Standorten in 16 Städten in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Hessen. Das medizinische Spektrum reicht von der Allgemein- und Inneren Medizin über Nephrologie und Dialyse, Kardiologie, Pneumologie, Angiologie und Onkologie bis hin zu Physiotherapie und Psychotherapie. Rund 600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter versorgen nach Unternehmensangaben jährlich etwa 200.000 Patientinnen und Patienten. Im Mittelpunkt steht eine wohnortnahe, fachübergreifende ambulante Versorgung mit Vorsorge, Diagnostik, Therapie und kontinuierlicher Betreuung.

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